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CO2-Emissionen

Kein G-20-Staat scheint Klimaschutzziele zu erreichen

Sollten die G20-Staaten ihre aktuellen Klimaschutzziele beibehalten, ist eine Begrenzung der Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad Celsius nicht möglich. Verantwortlich dafür sind hauptsächlich CO2-Emissionen, die im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent gestiegen sind. Insgesamt erzeugen die G20-Staaten rund 80 Prozent des Treibhausgases.

Berlin (Deutschland). Obwohl die Auswirkungen des Klimawandels, der maßgeblich durch die vom Menschen verursachten CO2-Emissionen vorangetrieben wird aber derzeit noch durch Maßnahmen wie die globale Aufforstung der Wälder bekämpft werden könnte, auch die Lebensmittelversorgung der Weltbevölkerung bedroht und unter anderem für Hitzewellen und Hochwasser sorgt, scheinen alle G20-Staaten und die Europäische Union (EU) ihr Ziel, die Erderwärmung auf weniger als 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen, nicht zu erreichen.

Insgesamt erzeugen die G20-Staaten etwa 80 Prozent des auf der Erde freigesetzten CO2s und haben damit einen signifikanten Einfluss auf den Klimawandel. Laut dem kürzlich veröffentlichten  Brown to Green-Report des Netzwerks Climate Transparency, an dessen Finanzierung neben dem deutschen Bundesumweltministerium auch die Weltbank beteiligt ist, stiegen die Emissionen des klimaschädlichen Treibhausgases im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent.

Neue Klimaschutzziele ab 2020 vorgesehen

Trotz der insgesamt negativen Entwicklung gibt es aus der EU und einer Reihe weitere Mitgliedsstaaten auch positive Meldung, die darüber berichten, dass die selbstgesetzten Klimaziele sogar mehr als erfüllt werden. Sollten sich die Staaten, wie im Pariser Abkommen vorgesehen, im kommenden Jahr neue, deutlich ehrgeizigere Ziele setzen und diese auch erreichen, wäre es laut vielen Wissenschaftlern noch möglich das Erreichen der Kipppunkte zu verhindern und den Klimawandel möglicherweise abzuwenden.

Im Vergleich zur Durchschnittstemperatur der vorindustriellen Zeit hat sich die Temperatur der Erde bereits um ein Grad erhöht. In der Wissenschaft gilt ein maximaler Temperaturanstieg um 1,5 Grad als noch vertretbar. Sollten die G20-Staaten bei ihren aktuellen Klimazielen bleiben, würde laut wissenschaftlichen Prognosen die Temperatur der Erde bis Ende des Jahrhunderts um drei Grad ansteigen. Die Folgen wären vor allem für Gletscher, die bereits jetzt laut TanDEM-X Satellitenbilder deutlich an Ausdehnung und Dicke verloren haben und das Polareis aber auch für die Meere und die dortigen Nahrungsketten, deren Basis durch den Klimawandel bedroht ist, dramatisch.

45 Prozent weniger CO2 nötig

Um den 1,5-Grad-Bericht des UNO-Klimarats einzuhalten, müssten die G20-Staaten ihren CO2-Ausstoß im Vergleich zum Jahr 2010 bis zum Jahr 2030 um 45 Prozent reduzieren. Spätestens im Jahr 2070 müsste die Weltbevölkerung vollkommen CO2-neutral leben, was bedeutet, dass alle neuen CO2-Emissionen durch entsprechende Gegenmaßnahmen neutralisiert werden müssten. Erreicht werden kann dies nur durch eine Umstellung des Lebensstils, die eine deutliche Reduzierung des Fleischkonsums und des Verbrauchs fossiler Brennstoffe wie Erdöl, Kohle und Erdgas beinhaltet.

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