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Ökonomie

Das Wort Ökonomie stammt vom altgriechischen Wort oíkonomos ab. Das Wort besteht aus zwei Teilen und bedeutet übersetzt "Haus" und "Gesetz" bzw. "Regel". Der Begriff Ökonomie, oder auch Wirtschaft, beschreibt im ursprünglichen Sinne alle personellen und materiellen Aufwendungen, die dazu dienen, den Unterhalt des Menschen zu sichern. Die Jagd, der Fischfang, der Ackerbau, Gewerbe und Handel sind nur einige Beispiele der Ökonomie.

Heute beschreibt der Begriff Ökonomie die Gesamtheit aller Einrichtungen und Handlungen die der Deckung der Nachfrage an Gütern und Dienstleistungen (Nachfrage) dienen. Dazu zählen vor allem Unternehmen sowie private und öffentliche Haushalte. Auch die Herstellung, Werbung, der Verbrauch, Umlauf und die Verteilung sowie das Recycling und die Entsorgung von Gütern fallen unter den Begriff Ökonomie.

Liste ökonomischer Systeme

Auf der Welt existieren eine Reihe von praktizierte und nicht praktizierten ökonomischer Systeme. Die verbreitetsten ökonomischen Systeme sind die Marktwirtschaft und die Zentralverwaltungswirtschaft. Die politische und rechtliche Form, die den Rahmen für die ökonomischen Tätigkeiten innerhalb einer Wirtschaft vorgibt, wird als Wirtschaftsordnung bezeichnet.

Die bekanntesten Ökonomiesysteme lauten:

  • Anarchokapitalismus
    Der Anarchokapitalismus, auch auch Marktanarchismus oder Anarcholiberalismus genannt, ist eine politische Philosophie, die für eine vom freien Markt, freiwilligen Übereinkünften und freiwilligen vertraglichen Bindungen geprägte Gesellschaft ohne staatliche Institutionen und Eingriffe steht.
  • Freiwirtschaft
    Die Freiwirtschaft ist ein anarchistisches Wirtschaftsmodell, das auf der Kritik der Geldverfassung und der Kritik der Grundrente beruht. Die Freiwirtschaft hat sich zum Ziel gesetzt, eine stabile und freiheitliche Marktwirtschaft ohne Monopolrenten durch den Besitz von Geld bzw. Eigentum an Boden oder Handelsrechten zu erreichen, in der zudem Vollbeschäftigung herrscht.
  • Freie Marktwirtschaft
    In der freien Marktwirtschaft bestimmen Angebot und Nachfrage die Art, den Preis und die Menge der Güter und Dienstleistungen. Ein freier Wettbewerb wird als optimales Steuerungsinstrument der Wirtschaft angesehen.
  • Humane Marktwirtschaft
    Die Humane Marktwirtschaft ist eine Weiterentwicklung der Sozialen Marktwirtschaft. Die Humane Marktwirtschaft stellt den Menschen in einem ganzheitlichen Ansatz in den Mittelpunkt aller wirtschaftliche Aktivitäten und Betrachtungen. Dieses am Menschen orientierte Wirtschaftsmodell fokussiert weniger auf den Sozialausgleich am Ende des Marktprozesses, sondern auf Bildung, gleiche Wettbewerbsbedienungen, nachhaltiges Wirtschaften sowie ein Umdenken in Richtung einer an den wahren Bedürfnissen der Menschen orientierten Wirtschaftsweise mit qualitativem Wachstum und einer Verteilungs- sowie einer Generationengerechtigkeit.
  • Korporatismus
    Der Korporatismus, auch Korporativismus genannt, ist ein politikwissenschaftlicher beschreibt verschiedene Formen der Beteiligung bestimmter gesellschaftlicher Gruppen an politischen Entscheidungsprozessen. Es wird zwischen autoritären und liberalen Korporatismus unterschieden. Der autoritäre Korporatismus bezeichnet eine erzwungene Einbindung von wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Gruppen in autoritäre Entscheidungsverfahren. Der liberale Korporatismus bezeichnet die freiwillige Beteiligung gesellschaftlicher Organisationen.
  • Merkantilismus
    Der Merkantilismus umfasst verschiedene wirtschaftspolitische Konzepte, welche sowohl geldpolitische als auch handels- und zahlungsbilanztheoretische, aber auch finanzwirtschaftliche Ansätze verbinden.
  • Nepotismus
    Der Nepotismus, auch als Vetternwirtschaft bekannt, bezeichnet eine übermäßige Vorteilsbeschaffung durch oder für Familienangehörige, Familienmitglieder und Verwandte. Sind keine Familienangehörigen, sondern sonstige Personen die Nutznießer des verschafften Vorteils, spricht man auch von der Günstlingswirtschaft.
  • Ökosoziale Marktwirtschaft
    Die ökosoziale Marktwirtschaft, auch ökologische Marktwirtschaft genannt, ist eine wirtschafts-, umwelt- und gesellschaftspolitische Zielvorstellung, die ein nachhaltiges Wirtschaften und den Umweltschutz miteinander verbindet. Die ökosoziale Marktwirtschaft sieht sich als eine Weiterentwicklung der Sozialen Marktwirtschaft und soll einen Ausgleich zwischen ökonomischen und ökologischen Zielsetzungen bringen, indem sie den Umweltschutz mit marktwirtschaftlichen Mitteln durchzusetzen will, statt ausschließlich auf Verbote und Gebote zu setzen.
  • Planwirtschaft
    Die Planwirtschaft, auch als Zentralverwaltungswirtschaft bezeichnet, ist eine Wirtschaftsordnung, in der wesentliche oder alle Entscheidungen zur Zuordnung knapper Ressourcen wie Arbeit, Kapital und Boden zur Produktion von Gütern von einer zentralen Instanz getroffen werden.
  • Soziale Marktwirtschaft
    Die Soziale Marktwirtschaft hat das Ziel, auf Basis der Wettbewerbswirtschaft, die freie Initiative mit einem durch die wirtschaftliche Leistung gesicherten sozialen Fortschritt zu sichern.
  • Syndikalismus
    Der Syndikalismus ist eine weiter entwickelte Form des Gewerkschafts-Sozialismus. Der Syndikalismus propagiert die Aneignung von Produktionsmitteln durch die Gewerkschaften, die dann auch an Stelle politischer Stellvertreter die Verwaltung organisieren. Streik, Boykott, Sabotage und Benennung bilden die Mittel der Syndikalisten. Der Syndikalismus lehnt ein parlamentarisches Bestreben ab.
  • Wohlfahrtsstaat
    Als Wohlfahrtsstaat wird ein Staat bezeichnet, der weitreichende Maßnahmen zur Steigerung des sozialen, materiellen und kulturellen Wohlergehens seiner Bürger ergreift.
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