Zweite Erde

Kepler 452b: NASA entdeckt bisher erdähnlichsten Exoplaneten

D. Lenz

Die NASA hat mit dem Weltraumteleskop Kepler den bisher erdähnlichsten Exoplaneten entdeckt. Der etwas größere und ältere Exoplanet trägt den Namen Kepler 452b und befindet sich etwa 1.400 Lichtjahre von der Erde entfernt.

Washington, D.C. (U.S.A.). Wie die Weltraumorganisation NASA mitteilte, wurde mit Hilfe des Weltraumteleskops Kepler eine sensationelle Entdeckung gemacht. Astronomen haben einen Exoplaneten entdeckt, welcher der Erde sehr ähnlich ist und auf dem vermutlich sogar wir Menschen – mit kleineren Einschränkungen – leben könnten. Neben der potenziellen zweiten Erde haben die Astronomen zusätzlich noch elf weitere kleinere möglichen Exoplaneten gefunden.

Der neu entdeckte Exoplanet trägt den Namen Kepler 452b. Er ist etwa 60 Prozent größer als die Erde und kreist in der habitablen Zone seines Zentralgestirns im Sternbild Schwan.

Bisher kein Exoplanet wie Kepler 452b

In der Vergangenheit wurden durch das Weltraumteleskop Kepler schon mehrere erdgroße Exoplaneten entdeckt. Jedoch ist Kepler 452b etwas ganz besonderes. Es handelt sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen Gesteinsplaneten. Die Temperaturen auf der Planetenoberfläche bewegen sich in dem Rahmen, wo es flüssiges Wasser geben könnte. Auch der Stern, den Kepler 452b umkreist, ist etwas Besonderes: Wie unsere Sonne ist dieser Stern ein sogenannter G-Stern. Der Erdzwilling bekommt etwa zehn Prozent mehr Energie durch sein Zentralgestirn, welcher minimal größere als unsere Sonne ist.

Eine weitere Besonderheit ist, dass es sich bei Kepler 542b nicht um ein junges Sternsystem handelt. Erste Berechnungen zeigen, dass Kepler 452 sowie seine Planeten etwa sechs Milliarden Jahre alt sind – also gut 1,5 Milliarden Jahre älter als die Erde. Aus diesem Grund hätte Leben ausreichend Zeit gehabt sich zu entwickeln, so die NASA.

Das Weltraumteleskop Kepler: Eine Erfolgsgeschichte

Das Weltraumteleskop Kepler, das nicht nur Exoplaneten finden soll, sondern eine wahrscheinliche Anzahl von Planeten im Verhältnis zu Sternen definieren soll, hat seit seinem Start im Jahr 2009 bereits 4.696 mögliche Exoplaneten ausfindig machen können. Eine Zahl die alle paar Tage wächst und die Wahrscheinlichkeit für außerirdisches Leben im Universum täglich erhöht.

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