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Langzeitstudie zeigt

Intervallfasten hilft bei Übergewicht und verbessert die Gesundheit

Laut einer neuen Studie verlieren Menschen durch alternierendes Fasten im Mittel 3,5 Kilogramm Gewicht pro Monat. Außerdem kann die Ernährungsform auch bei normalgewichtigen Personen präventiv zur Gesundheitsvorsorge eingesetzt werden. Nebenwirkungen wurden während der Langzeitstudie nicht dokumentiert.

Graz (Österreich). Intervallfasten ist eine Ernährungsform bei der Menschen nur innerhalb eines fest definierten Zeitraums Nahrung konsumieren. Die häufigste Untergruppe des Intervallfastens ist das intermittierende Fasten, bei dem nur innerhalb von acht Stunden eines Tages Nahrung konsumiert wird, während die übrigen 16 Stunden gefastet wird. Eine Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) und des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) konnte bereits belegen, dass intermittierendes Fasten das Fett in der Bauchspeicheldrüse reduziert und so das Risiko an Diabetes zu erkranken senkt.

Wissenschaftler der Universität Graz haben nun erforscht, welche Auswirkungen Intervallfasten ansonsten auf die Gesundheit des Menschen hat. Dazu haben sie das alternierende Fasten untersucht, bei dem Personen 36 Stunden nur Wasser, Tee ohne Zucker und Gemüsebrühe zu sich nehmen und anschließend zwölf Stunden ohne Beschränkung sämtliche Lebensmittel konsumieren.

60 Probanden testen Intervallfasten und alternierendes Fasten

Laut der im Fachmagazin Cell Metabolism publizierten Studie haben die Wissenschaftler rund um Slaven Stekovic 60 gesunde Erwachsene in zwei Gruppen eingeteilt. 30 Personen behielten im Verlauf der Studie ihr vorheriges Ernährungsverhalten bei, die zweite Gruppe ernährte sich nach dem Prinzip des alternierenden Fastens. Außerdem wurden zur Aufdeckung möglicher Langzeitrisiken Daten von 30 Personen hinzugezogen, die das Prinzip des alternierenden Fastens sechs Monate angewendet haben.

Kalorienzufuhr durch alternierendes Fasten um 37 Prozent reduziert

Wie Harald Sourij, Co-Autor der Studie berichtet „kompensierte die Interventionsgruppe während der zwölfstündigen Essensphasen zwar einen Teil der beim Fasten verlorenen Kalorien, aber nicht alle.“ Im Durchschnitt führte dies dazu, dass die Personen durch das alternierende Fasten innerhalb von vier Wochen 3,5 Kilogramm abnahmen und ihre Kalorienzufuhr um 37 Prozent reduzierten. Auch die Kontrollgruppe verlor während des Studienzeitraums an Gewicht, allerdings im Durchschnitt nur 200 Gramm.

Zusätzlichen wurden neben dem Gewicht noch weitere biologische Werte durch das alternierende Fasten verändert, die die Langlebigkeit und die Gesundheit positiv beeinflussen. Dies äußerte sich bei den Probanden beispielsweise durch eine Reduzierung verschiedener Entzündungswerte, einen Rückgang des Cholesterinspiegels und einem Rückgang des Schilddrüsenhormons Triiodthyronin, das laut anderen Studien die Lebensdauer beeinflusst.

Intervallfasten ohne negative Auswirkungen auf die Gesundheit

Auch bei den Probanden, die sich sechs Monate lang alternierend ernährt haben, konnten keine keine Nebenwirkungen festgestellt werden. Langzeitrisiken durch diese Ernährungsweise bestehen deshalb laut den Wissenschaftlern nicht. Alternierendes Fasten eignet sich daher auch über einen längeren Zeitraum als wirksame Diät für Menschen mit Übergewicht, kann aber auch von normalgewichtigen Menschen als präventive Maßnahme zur Verbesserung der allgemeinen Gesundheit genutzt werden.

Cell Metabolism, doi: 10.1016/j.cmet.2019.07.016

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