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Ernährung

Fertig-Lebensmittel steigern Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Laut zwei neuen Studien sorgt der erhöhte Konsum von Fertiggerichten dafür, dass das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung deutlich zunimmt. Auch die Sterblichkeitsrate lag in einem Zeitraum von zehn Jahren bei jungen Personen, die häufig hoch verarbeitete Lebensmittel konsumieren um 62 Prozent höher.

Paris (Frankreich). Eine vor wenigen Wochen veröffentlichte Studie hat erstmals belegt, dass eine eindeutige Kausalität zwischen dem Konsum von hoch verarbeiteten Lebensmitteln und Übergewicht besteht. Nun haben brasilianisch-französisches Wissenschaftler im Fachmagazin BMJ eine Studie veröffentlicht, die weitere negative gesundheitliche Effekte von Fertignahrung belegt. Insgesamt haben die Wissenschaftler das Konsumverhalten von 3.300 verschiedenen Lebensmitteln von über 100.000 erwachsenen Franzosen analysiert.

Die Lebensmittel wurden zuvor nach ihrem Verarbeitungsgrad in verschiedene Gruppen eingeteilt. Die Langzeitstudie hat dabei den Gesundheitszustand und die Ernährung der Probanden im Zeitraum von 2009 bis 2018 beobachtet. Im Durchschnitt wurden die Teilnehmer als 5,7 Jahre zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt. Es zeigte sich, dass Personen, die überdurchschnittlich oft hoch verarbeiteter Lebensmittel wie zum Beispiel Tiefkühlpizza konsumieren auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen häufiger auftreten.

Kausalität nicht belegt

Die Autoren der Studie erklären jedoch, dass die Ergebnisse der Beobachtungsstudie noch keine Kausalität beweisen aber vermuten lassen, dass Zusatzstoffe und Verarbeitungsmaterialien bei häufigen Konsum von Fertiggerichten negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben könnten.

Mortalitätsrate durch regelmäßigen Konsum erhöht

Eine zweite Studie spanischer Wissenschaftler, die ebenfalls im Fachmagazin BMJ veröffentlicht wurde, hat untersucht, ob Fertiggerichte neben den bekannten Folgen wie Übergewicht, Bluthochdruck und dem erhöhten Krebsrisiko auch die Sterblichkeitsraten der Konsumenten ansteigen lässt. Dazu haben die Forscher Daten über die Ernährungsgewohnheiten von etwa 20.000 spanischen Studenten über einen Zeitraum von zehn Jahren beobachtet, um so festzustellen, ob ein Zusammenhang zwischen dem Konsum fertiger Lebensmittel und der Mortalitätsrate besteht.

Laut den Autoren der Studie zeigen „die Ergebnisse, dass ein ein höherer Konsum von stark verarbeiteten Lebensmitteln (mehr als vier Portionen pro Tag) mit einem um 62 Prozent erhöhten Risiko für alle Todesfälle im Vergleich zu einem geringeren Verzehr verbunden war“.

Eine Kausalität konnte in diesem Fall jedoch auch nicht belegt werden, da andere Faktoren, die die Sterblichkeitsrate ebenfalls beeinflussen könnten nicht in die Auswertung eingeflossen sind. Weitere Studien sollen nun dabei helfen eine vermutlich vorliegende Kausalität zu belegen.

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