Robert Klatt
Die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre liegt bei 424 parts per million (ppm), also dem höchsten Wert seit zwei Millionen Jahren. Der Klimawandel läuft dadurch immer schneller ab und verursacht spürbare Effekte, etwa mehr Hitzewellen und Trockenheit.
Genf (Schweiz). Die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre nimmt laut dem Greenhouse Gas Bulletin der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) kontinuierlich schneller zu und ist in den letzten 20 Jahren um insgesamt 11,4 Prozent gestiegen. Dies liegt unter anderem an den hohen CO₂-Emissionen der (Super-)reichen Personen, die mit ihrem exzessiven Lebensstil das CO₂-Budget für 2026 bereits Mitte Januar aufgebraucht haben.
Nun hat die WMO ihren aktuellen „State of the Global Climate 2025“-Report publiziert, laut dem der CO₂-Gehalt der Luft bei 424 parts per million (ppm) liegt, also dem höchsten Wert seit zwei Millionen Jahren. Die Treibhausgase Methan und Distickstoffmonoxid (Lachgas) haben ebenfalls eine Konzentration erreicht, die zuletzt vor mindestens 800.000 Jahren so hoch war. Die Treibhausgase bilden gemeinsam eine dichte „Schicht“ um die Erde und sorgen dafür, dass immer weniger Sonnenwärme in den Weltraum reflektiert wird. Die Wärme verbleibt stattdessen in der Atmosphäre und sorgt dafür, dass die Erderwärmung immer schneller abläuft.
Laut der WMO gerät die seit 65 Jahren dokumentierte Energiebalance der Erde dadurch immer mehr aus dem Gleichgewicht. Die Auswirkungen der zunehmenden Dysbalance und des daraus resultierenden Klimawandels sind bereits in vielen Regionen sichtbar, etwa durch häufigere und länger andauernde Extremereignisse, darunter Hitzewelle, Trockenheit, starker Regen, Stürme und Überflutungen.
„Menschliche Aktivitäten bringen das natürliche Gleichgewicht zunehmend aus dem Lot und wir werden noch Hunderte und Tausende von Jahren mit den Folgen leben müssen.“
Wie die Forscher der WMO erklären, handelt es sich bei den Extremereignissen nicht um Zufälle, sondern um ein klares Muster, das sich vor allem darin zeigt, dass 2015 bis 2025 die elf heißesten Jahre seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen waren.
„Wenn sich die Geschichte elfmal wiederholt, ist das kein Zufall mehr. Es ist ein Aufruf zum Handeln.“
Quellen:
State of the Global Climate 2025 der Weltorganisation für Meteorologie (WMO)