CO₂-Emissionen

ADAC fordert höhere Benzin- und Dieselpreise in Deutschland

 Robert Klatt

Benzin und Diesel sollen in Deutschland teurer werden )moc.sotohptisoped8052enaeco(Foto: © 

Der ADAC fordert eine höhere CO₂-Steuer, damit Autos mit Benzin- und Dieselmotor zunehmend unattraktiver werden. Elektroautos sollen stattdessen gefördert werden, etwa durch geringere Strompreise, damit Deutschland seine Klimaziele erreichen kann.

München (Deutschland). Deutschland konnte seine Klimaziele im Straßenverkehr bisher nicht erreichen und hat seine CO₂-Emissionen in diesem Bereich laut dem Umweltbundesamt (UBA) bisher nur minimal reduziert. Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club e. V. (ADAC) hat deshalb bereits im Mai 2024 geäußert, dass es im Individualverkehr „keine Alternative zur Elektromobilität“ gibt. Damals hat Christian Reinicke, der Präsident des ADAC, unter anderem neue Maßnahmen zur Förderung der klimafreundlichen Elektroautos gefordert, etwa transparente Ladepreise und günstigere Einstiegsmodelle.

„Wenn Klimaschutz und individuelle Mobilität in einem überschaubaren Zeitraum zusammengebracht werden sollen, dann gibt es zur Antriebswende, also zum Umstieg möglichst vieler Menschen auf die Elektromobilität, derzeit keine Alternative.“

In einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) hat Gerhard Hillebrand, der Verkehrspräsident des ADAC, sich nun für höhere Benzin- und Dieselpreise ausgesprochen, um die Emissionen zu reduzieren. Konkret fordert der Verkehrspräsident, dass die ohnehin kontinuierlich höhere CO₂-Steuer noch mehr angehoben werden soll, um Autos mit Verbrennungsmotor unattraktiver zu machen und dadurch mehr Unternehmen und Privathaushalte für den Umstieg auf ein Elektroauto zu bewegen.

Förderung der Elektromobilität

Gleichzeitig mit den höheren Benzin- und Dieselkosten sollen Maßnahmen ergriffen werden, die Elektroautos attraktiver machen, darunter vor allem günstigere Preise für Ladestrom an den öffentlichen Ladesäulen.

„Nur wenn der Ladestrom günstiger als der Sprit wird, kommt die E-Mobilität richtig in Gang.“

Laut Hillebrand kann Deutschland seine Klimaziele nur erreichen, wenn Elektroautos, die laut einer Lebenszyklusanalyse des International Council on Clean Transportation (ICCT) bereits nach nur 17.000 gefahrenen Kilometern klimafreundlicher als vergleichbare Verbrenner sind, zunehmend Benzin- und Dieselautos ersetzen. Der größte Automobilclub des Landes nimmt damit eine ähnliche Position ein wie die Deutsche Umwelthilft (DUH) und andere Klima- und Umweltschutzorganisationen.

Quellen:

Interview mit dem ADAC-Verkehrspräsidenten Gerhard Hillebrand in der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ)

Spannend & Interessant
VGWortpixel