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Speichertechnologie

Flüssiger Akku für Elektroautos zum tanken

Forschern ist es gelungen eine neue Speichertechnologie für Elektroautos zu entwickeln: Anstatt den Akku aufzuladen könnte ein Flüssig-Akku in Zukunft einfach durch Tanken getauscht werden.

Glasgow (Schottland). Eine gute Nachricht über die sich nicht nur die Tankstellenbesitzer freuen, die sich bereits eine Zukunft voller Elektrofahrzeuge ausgemalt haben, sondern auch für alle, die bisher an Elektroautos die langen Ladezeiten der Akkus kritisiert haben: Forscher der Universität Glasgow haben einen neuartigen Energiespeicher entwickelt, der die Ladezeit von Elektroautos von vielen Minuten auf einige Sekunden verkürzt. Zudem lässt sich der flüssige Akku sowohl als regulärer Akku als auch als Aufbewahrungsmöglichkeit für Wasserstoff von Brennstoffzellen nutzen.

Hybrid-Elektro-Wasserstoff-Flow-Batterie

Die sogenannte Hybrid-Elektro-Wasserstoff-Flow-Batterie beinhaltet eine hochkonzentrierte Flüssigkeit, die Elektrizität oder Wasserstoff in Form von Nano-Molekülen speichert. Laut Angaben der schottischen Forscher ist die Energiedichte der neuartigen Flüssigkeit bis zu zehn Mal größer als bei Lithium-Ionen-Akkus, welche derzeit in Elektrofahrzeugen verbaut werden. Wenn die Energie in der Flüssigkeit verbraucht wurde, so könnte man sie an einer Tankstelle abpumpen und das Auto neu betanken.

Strom oder Wasserstoff

Je nach Anwendungsgebiet kann die gespeicherte Energie direkt als Strom oder als Wasserstoff für Brennstoffzellen freigesetzt werden. Somit ist die neue Technik sogar für beide Fahrzeugvarianten einsetzbar. Zwar dürfte bei Wasserstofffahrzeugen die neue Flüssigkeit nicht mehr mit der höheren Energiedichte punkten, aber anders als komprimiertes Gas, ist die Flüssigkeit deutlich sicherer.

Bis zur Serienreife dauert es noch

Der flüssige Akku ist jedoch bisher nur ein Konzept, zwar stimmt die Chemie bereits, aber es gibt zurzeit noch keinen markreifen Prototyp, der auch tatsächlich ein Elektroauto antreiben könnte.

Sollten die Fahrzeughersteller die neue Idee aufgreifen, so würde es noch einige Jahre dauern, bis tatsächlich das erste Fahrzeug mit dem Flüssig-Akku auf den Straßen unterwegs ist.

4 Kommentare

dd-joe
Das Prinzip ist aber nicht neu:
https://de.wikipedia.org/wiki/Redox-Flow-Batterie

Na, hoffen wir mal, dass es sich durchsetzt.
Haiko
Die Nanoflow Holding verwendet das Prinzip der Flüssigspeicher schon seit Jahren und hat jetzt die ersten Autoprototypen gebaut und getestet.
HRS
Es ist immer wieder von neuen Entwicklungen im Speichersegment von Energiearten zu lesen, leider werden Entwicklungen sehr selten in die Industrie, vornehmlich der Automobilindistrie, aufgenommen.
Sicher würde dies kostenintensiv und die Fhrzg. -Hersteller müssten immense Investitionenntätigen, aber wollen die Hersteller mit den jetzigen Dividenden für die Aktionäre in den nächsten Jahren weiter machen so sollten diese entsprechend handeln, denn sonst wird sich der induvidualverkehr stark verändern und somit weniger Einnahmen bescheren.
Das Flüssigspeichersystem gibt es schon seit Jahren, wieso geht niemand hin und baut endlich Fhrzg. damit.
Scheinbar ist die hiesige Automobillobby doch riesen gross und massstäblich.
Sergi Rafael
Akkus enthalten einen Kapazitiveninnenwiderstand welcher von der wechselgrössen Frequenz abhängig ist. Der Ionentransport erfolgt vereinfacht wenn dieser Innenwiederstand verkleiniert wird. Dies erfolgt durch eine wechselgrösse also Wechselspannung. Jedoch muss diese Wechselspannung auf eine Gleichspannung überlagert werden und der Scheitelwert darf nur einige Promille überhalb der Schlussladesapnnung überschreiten. Das Molekularrütteln für die verschnellerte Ladung eine möglichkeit. Somit wird der Innenwiderstand der Akkuzelle an den Innenwiderstand der Last oder der Quelle angepasst. oftmals ist durch die grosse Feldplattengrösse eine tiefe wechselspannung auf eine Gleichspannung zu überlagern, diese kann durch eine Audioverstärker oder eine Audiofrequenz erfolgen. Der DC Anteil und die Wechselgrösenanteile werden gemischt, also addiert. Der beschleunigte Lade und entladevorgang durch die Anspassung der Innenwiderstandes der Akkuzelle kann angenähert an die Elektrotechnische Grösse der Kapazitiven Innenwiderstandes erfolgen. Ich hielt meine Gedanken in der Rubrik molekulareresonanzfrequenz von Lithiumakkus diese Teildisziplin.
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