Klimawandel

PETA fordert Sexverbot für fleischessende Männer

Robert Klatt

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Auf den Punkt gebracht
  • Im Durchschnitt konsumieren Männer mehr Fleisch. Ihr Essverhalten verursacht deshalb 41 Prozent mehr Treibhausgase als das von Frauen
  • Die Tierschutzorganisation PETA fordert deshalb ein Sex- oder Fortpflanzungsverbot für alle fleischessenden Männer
  • Ein nicht geborenes Kind spart etwa 58,6 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr und würde dadurch den Fleischkonsum ausgleichen

Männer essen im Mittel mehr Fleisch und beschleunigen dadurch den Klimawandel. PETA fordert deshalb ein Sexverbot für fleischessende Männer.

Stuttgart (Deutschland). Laut einer Studie der University of Leeds beschleunigen Männer durch ihren oft hohen Fleischkonsum den Klimawandel deutlich stärker als Frauen. Im Durchschnitt verursacht das Essverhalten von Männer laut der Publikation im Fachmagazin PLOS ONE 41 Prozent mehr Treibhausgase. Umwelt- und Tierschutzorganisationen sowie Parteien und Politiker, darunter Frankreichs Grünen-Politikerin Sandrine Rousseau, möchten daher ein Umdenken erreichen.

Fleisch auf dem Grill sollte nicht länger als Symbol der Männlichkeit gelten.“

Auch Daniel Cox, Teamleiter Kampagnen bei PETA Deutschland e.V. vertritt diese Ansicht.

„Wer kennt sie nicht, die mit Bierflasche und Grillzange hantierenden Vorstadt-Väter, die 70-Cent-Würstchen auf ihrem 700-Euro-Grill brutzeln. Die vom Besuch dazugelegte Zucchini wird mit Argwohn beäugt und nur widerwillig geduldet. Dass die ‚Grillmeister‘ Deutschlands sich selbst und ihren Artgenossen ihre Männlichkeit durch ihren Fleischkonsum glauben beweisen zu müssen, geschieht allerdings nicht nur zum Leidwesen der Tiere. Jetzt gibt es den wissenschaftlichen Beleg, dass toxische Männlichkeit auch dem Klima schadet. Deshalb wäre eine saftige Fleischsteuer von 41 Prozent für Männer angebracht.“

Sexverbot für fleischessenden Männer

Angesichts des Klimawandels wäre laut Cox zudem ein Sex- oder Fortpflanzungsverbot für alle fleischessenden Männer sinnvoll. Eine in den Environmental Research Letters publizierte Studie zeigt, dass eine solche Maßnahme beziehungsweise der Verzicht auf Kinder zu einer signifikanten Einsparung von klimaschädlichen Emissionen führen würde.

„Auch ein Sex- oder Fortpflanzungsverbot für alle fleischessenden Männer wäre in diesem Kontext zielführend. Schließlich spart jedes nicht geborene Kind 58,6 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr ein. Für alle noch Fleisch grillenden Väter, die sich dennoch Kinder mit einer lebenswerten Zukunft auf einem bewohnbaren Planeten wünschen, empfehlen wir den Wandel ihres Lebensstils durch die Teilnahme an unserem kostenlosen Veganstart-Programm.“

Widerstand im Internet und in der Politik

Inzwischen haben im Internet tausende Menschen Widerstand gegen den PETA-Vorschlag geäußert. Auch in der Politik stößt die Idee bisher kaum auf Gegenliebe. Gegenüber Bild.de äußerte sich etwa Dorothee Bär (CSU) negativ.

„Für wen, wenn nicht unsere Kinder, retten wir das Klima. Kinder mit schädlichem CO₂ aufzurechnen ist abstoßend. Zumal sie die Klimaretter der Zukunft sind!“

PLOS ONE, doi: 10.1371/journal.pone.0259418

Environmental Research Letters, doi: 10.1088/1748-9326

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