Klimaschadenskosten & Importe

Solarstrom hat Deutschland Milliardenkosten erspart

 Robert Klatt

Millionen Solaranlagen stärken die Energieversorgung )moc.sotohptisopedsuelimS(Foto: © 

Deutschland hat durch die Solarstromproduktion Importe von fossilen Brennstoffen und Klimaschadenskosten in dreistelliger Milliardenhöhe eingespart. 

Berlin (Deutschland). In Deutschland sind inzwischen rund sechs Millionen Solaranlagen in Betrieb, darunter etwa der Energiepark Witznitz mit 1,1 Millionen Modulen, die hunderttausende Haushalte mit Strom versorgen kann. Analysten des Bundesverbands Solarwirtschaft e. V. (BSW) haben im Oktober 2025 berechnet, dass der Börsenstrompreis im Vorjahr ohne Solaranlagen rund 15 Prozent höher gewesen und Unternehmen sowie private Verbraucher dadurch innerhalb eines Jahres rund 6,1 Milliarden Euro Stromkosten eingespart haben.

Nun hat der BSW eine neue Analyse publiziert, laut der Deutschland von 2020 bis 2025 etwa Milliarden Kilowattstunden (kWh) Solarstrom produziert hat. Der Solarstrom hat hauptsächlich Erdgas- und Kohlestrom ersetzt und dadurch die Importe von fossilen Brennstoffen um über 20 Milliarden Euro gesenkt.

Reduzierte CO₂-Emissionen durch Solarstrom

Daten des Umweltbundesamtes (UBA) zeigen, dass Deutschland durch den Solarstrom in den letzten 20 Jahren etwa 500 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen vermieden hat. 270 Millionen Tonnen davon entfallen auf den Zeitraum von 2020 bis 2025. Die Volkswirtschaft hat dadurch Klimaschadenskosten in Höhe von bis zu 250 Milliarden Euro vermieden, die entweder bereits angefallen wären oder durch den immer stärkeren Klimawandel die kommenden Generationen treffen würden.

„Solarstrom schützt nicht nur das Klima, sondern auch den Wirtschaftsstandort Deutschland. Jede neue Solaranlage senkt unsere Abhängigkeit von Energieimporten und macht Strompreise widerstandsfähiger gegen geopolitische Krisen. Die Photovoltaik – vor allem in Verbindung mit Batteriespeichern – hat sich zu einem zentralen Baustein für Versorgungssicherheit, Energiesouveränität und wirtschaftliche Stabilität entwickelt.“

Wie der BSW erklärt, reduzieren die Solaranlagen nicht nur die Kosten, sondern sie helfen auch dabei, den Standort Deutschland unabhängiger von Energieimporten zu machen. Der Branchenverband spricht sich deshalb dafür aus, den Ausbau von Solar- und Speichersystemen fortzusetzen. Laut einer aktuellen Umfrage befürwortet dies auch ein Großteil der Bevölkerung (70 %).

„Der starke Zubau insbesondere der Photovoltaik seit 2022 trägt entscheidend dazu bei, dass die Auswirkungen der Erdgaspreise auf den Börsenstrompreis dieses Mal deutlich geringer ausfallen. Noch ist der Ausbau der erneuerbaren Energien aber insgesamt nicht ausreichend, um deutlich unabhängiger von geopolitischen Schocks sein zu können.“

Quellen:

Pressemitteilung des Bundesverbands Solarwirtschaft e. V. (BSW)

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