Zahlungsbereitschaft

E-Autos boomen bei Kaufinteressenten in Deutschland

Robert Klatt

Elektroautos und Hybridfahrzeuge boomen bei Kaufinteressenten. Bei reinen Elektroautos sind Deutsche bereits 7.085 Euro mehr als für einen Verbrenner auszugeben.

Bochum (Deutschland). Laut der bereits zum zehnten Mal durchgeführten Studie „Trends beim Autokauf“ (PDF) des Unternehmens ARAL wollen sich 40 Prozent der Umfrageteilnehmer in den kommenden 18 Monaten konkret mit dem Kauf eines Autos beschäftigen. Lediglich im Jahr 2017 war das generelle Kaufinteresse mit 41 Prozent noch geringfügig höher. Bei den übrigen Studien erklärten hingegen nur 18 bis 26 Prozent der Teilnehmer, dass sie in absehbarer Zeit ein Auto kaufen möchten.

Außerdem zeigt die Studie einen signifikanten Wandel bei den bevorzugten Antriebstechnologien der Kaufinteressenten. 2019 wollten noch zwei Drittel (66 %) ein Auto mit Diesel- und Benzinmotor kaufen. Inzwischen ist die Nachfrage nach Autos mit Dieselmotor (16 %) und Benzinmotor (32 %) deutlich gesunken. Die übrigen Kaufinteressenten wollen stattdessen ein Auto mit Hybrid- oder Elektroantrieb kaufen.

Reine Elektroautos werden interessanter

Besonders reine Elektroautos haben in Deutschland deutlich an Beliebtheit gewonnen. Gegenüber der letzten Umfrage im Jahr 2019 (7 %) ist das Interesse nun mehr als doppelt so groß (15 %). Mehr als ein Viertel (27 %) der Kaufinteressenten gab an, ein Hybridfahrzeug als Zwischenlösung von Verbrennern und Stromern zu bevorzugen. Alternative Technologien wie Erdgas, Wasserstoff und Autogas haben zusammen nur einen Anteil von etwa zwei Prozent und sind damit praktisch bedeutungslos.

Laut der Studie sind Deutsche bereit, für ein Elektroauto deutlich mehr zu bezahlen als für einen Verbrenner. Bereits 2019 lag der akzeptierte Mehrpreis für die neue Technologie im Mittel bei 3.210 Euro, nun sind es 7.085 Euro.

Neuwagen werden beliebter

19 Prozent der Umfrageteilnehmer würden aufgrund der attraktiven Leasing- oder Finanzierungsangebote ein neues Auto kaufen. 2019 war der Anteil (14 %) deutlich geringen. Danach folgen Jahreswagen (11 %) und ältere Gebrauchtwagen (10 %). Die beliebtesten Marken sind Audi und Volkswagen (VW), danach folgen BMW und Mercedes.

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