Zigaretten und Co.

Tabakkonsum ist global gesunken

Robert Klatt

Der Tabakkonsum ist laut der WHO global gesunken. Es sterben aber noch immer sieben Millionen Menschen pro Jahr an den Folgen des Rauchens, darunter 1,2 Millionen Nichtraucher.

Genf (Schweiz). Im Jahr 2020 gab es laut dem Trendreport der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei einer Weltbevölkerung von 7,8 Milliarden Menschen etwa 1,3 Milliarden Tabaknutzer ab 15 Jahren. Im Jahr 2015 waren es 1,32 Milliarden, obwohl die Weltbevölkerung mit 7,3 Milliarden Menschen deutlich kleiner war. Bis zum Jahr 2025 wird die Anzahl der Tabaknutzer laut einer nun veröffentlichten Meldung der WHO erneut deutlich fallen.

Laut der Prognose der Experten werden dann „nur“ noch 1,27 Milliarden Menschen Tabak konsumieren. Dies wäre weniger als ein Viertel (22,3 %) der Weltbevölkerung ab 15 Jahren. In Deutschland ist  der Anteil der Tabakkonsumenten schon heute niedriger (19,6 %). Definiert ist durch die WHO Tabaknutzung als Rauchen von Zigaretten, Zigarren und Pfeifen sowie als Konsum von Schnupf-, Lutsch- oder Kautabak. E-Zigaretten, die keinen Tabak enthalten, werden in dem Report nicht erfasst.

Hoher Tabakkonsum in Europa

Problematisch ist der Tabakkonsum laut der WHO besonders in der Europaregion. Diese umfasst 53 Länder bis nach Israel und Turkmenistan. In der Europaregion konsumieren rund 18 Prozent der Frauen Tabak. Weltweit sind es nur 7,8 Prozent der Frauen. Ihr Anteil geht in den meisten europäischen Ländern aber ebenfalls zurück. Besonders gering ist der Tabakkonsum laut der WHO aktuell in Island (11,9 %) und Großbritannien (14,3 %), besonders hoch in Spanien (24,5 %) und Frankreich (28,7 %).

7 Millionen Todesfälle pro Jahr

Laut Daten der WHO tötet Rauchen etwa die Hälfte der Konsumenten. Global sterben an den Folgen des Tabakkonsums pro Jahr rund sieben Millionen Menschen, darunter auch 1,2 Millionen Nichtraucher, durch den passiven Konsum von Tabakrauch.

„Wir haben noch einen langen Weg vor uns. Die Tabakindustrie wird jeden Trick ausnutzen, um ihre gigantischen Profite zu verteidigen, die sie mit dem Verkauf ihrer tödlichen Produkte erzielen“, kommentiert WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

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