Salat deckt Nährstoffbedarf

Optimale Lebensmittel für Astronauten ermittelt

Robert Klatt

Astronaut im Weltraum )kcotS ebodAlezamid(Foto: © 

Vegan, vegetarisch oder mit Fleisch? Welche Lebensmittel decken den Nährstoffbedarf von Astronauten auf Langzeitmissionen am besten?

Adelaide (Australien). Astronauten benötigen bei Langzeitmissionen im Weltraum mehr Kalorien als auf der Erde. Die Auswirkungen der Schwerelosigkeit erhöhen zudem den Bedarf an Mikronährstoffen. Forscher der University of Adelaide haben deshalb untersucht, welche Lebensmittel sich am besten für die spezielle Ernährung eignen. Laut ihrer Publikation im Fachmagazin ACS Food Science & Technology sollten die Lebensmittel sich an Bord eines Raumschiffes produzieren lassen, damit die Crew auch bei langen Aufenthalten frische Mahlzeiten essen können.

Die Wissenschaftler suchten deshalb nach Lebensmittel, die mit wenig Wasser und Dünger auf kleinen Anbauflächen gezüchtet werden können. Ein weiterer Faktor war ein möglichst schnelles Wachstum, damit permanent Nahrung für die Astronauten zur Verfügung steht.

Linearen Programmierung zeigt optimale Lebensmittel

Um die optimalen Pflanzen zur Lebensmittelproduktion an Bord zu ermitteln, haben die Forscher die lineare Programmierung angewendet. Dies ist eine Methode, bei der unterschiedliche Variablen verknüpft werden, um das gewünschte Ziel möglichst effizient zu erreichen. Im konkreten Fall suchten sie also Pflanzen, die einen geringeren Wasser-. Dünger- und Flächenbedarf haben, schnell wachsen und den Nährstoffbedarf eines Astronauten decken können.

Vegetarischer Salat für Astronauten

Laut der Studie ist ein vegetarischer Salat, der eine Mischung aus Sojabohnen, Mohn, Gerste, Grünkohl, Erdnüssen, Süßkartoffeln und Sonnenblumenkernen enthält, die optimale Mahlzeit für Astronauten. Diese Kombination stellt eine optimale Balance zwischen der maximalen Nährstoffzufuhr und einem minimalen landwirtschaftlichen Aufwand dar. Perfekt ist der Salat aber bisher nicht, weil der Mikronährstoffgehalt etwas zu niedrig ausfällt. Dieses Defizit ließe sich jedoch durch die Zugabe von Nahrungsergänzungsmitteln beheben. Den Geschmack bewerteten die Forscher unterschiedlich, von „sehr gut“ bis „okay“.

ACS Food Science & Technology, doi: 10.1021/acsfoodscitech.3c00396

Spannend & Interessant
VGWortpixel