Dawn Mk-II Aurora

New-Space-Unternehmen zeigt kleines Weltraumflugzeug

Robert Klatt

Das Weltraumflugzeug Dawn Mk-II Aurora soll wie ein normales Flugzeug starten, Nutzlast in den Weltraum bringen und dann wieder landen. Ende 2020 startet eine zwölfmonatige Testphase.

Christchurch (Neuseeland). Das New-Space-Unternehmen Dawn Aerospace hat kürzlich das kleine Weltraumflugzeug Dawn Mk-II Aurora vorgestellt. Das in Delft (Niederlande) gegründete Unternehmen mit engen Kontakten zur Delft University of Technology (TU Delft) operiert wie Rocket Lab aus Neuseeland. Optisch erinnert das Dawn Mk-II Aurora an das Überschallflugzeug Concorde und nicht an eine klassische Rakete. Trotzdem soll das 4,80 Meter lange Flugzeug dazu genutzt werden, bis zu 4 Kilogramm Nutzlast auf 100 Kilometer Höhe, also an die untere Grenze des Weltraums, zu befördern. Angetrieben wird das Raumfahrzeug von einem einzelnen Triebwerk im Heck.

Wie Dawn Aerospace erklärt, vereint das Weltraumflugzeug Dawn Mk-II Aurora die Welt der Raketen mit der herkömmlichen Luftfahrt. Konkret bedeutet dies, dass das Dawn Mk-II Aurora wie ein herkömmliches Flugzeug starten und landen kann und trotzdem den Weltraum erreichen soll. Anschließend kann es Boden neu betankt werden und erneut Nutzlast befördern. In einer Pressemitteilung erklären die Entwickler, dass es damit „das erste Raumfahrzeug sein, das dazu mehrmals an einem Tag in der Lage sein wird.“

Wissenschaftliche Nutzung ab 2021

Ende 2020 soll laut Dawn Aerospace eine zwölf Monate dauernde Testphase des Weltraumflugzeugs beginnen. Dazu soll der Flughafen Oamaru auf der Südinsel genutzt werden. Laut Unternehmensangaben befindet sich Dawn Aerospace aber noch in Verhandlungen mit weiteren neuseeländischen Flughäfen. Die wissenschaftliche Nutzung des Dawn Mk-II Aurora Flugzeugs soll 2021 beginnen.

Anschließend soll das Raumfahrzeug für den kommerziellen Transport zum Beispiel von kleinen Satelliten genutzt werden. Laut sagte Stefan Powell, Technikchef von Dawn Aerospace „stellt Dawn Mk-II Aurora einen großen Fortschritt im Raumtransport dar.“ Eine Flotte der Fahrzeuge kann laut Powell Raketenfabriken überflüssig machen, täglich Fracht in den Weltraum bringen und es dabei vermeiden, dass die Ozeane mit Raketentrümmern verschmutzt werden.

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