SN 2023ixf

Außerirdische könnten Supernova als Kommunikationsmittel nutzen

Robert Klatt

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Intelligente Außerirdische könnten Supernova als „Leuchten“ benutzen, um die Aufmerksamkeit von menschlichen Astronomen auf ihre Botschaften zu lenken. Forscher wollen deshalb die Region um die erdnächste Supernova SN 2023ixf verstärkt beobachten.

Washington D.C. (U.S.A.). Die Supernova SN 2023ixf wurde am 19. Mai 2023 vom japanischen Amateurastronomen Koichi Itagaki entdeckt. In astronomischen Maßstäben betrachtet, befindet sich die Supernova mit lediglich 21 Millionen Lichtjahren Entfernung in unserer Nachbarschaft. Sie ist seit knapp zehn Jahren die erdnächste Supernova. Laut dem NOIRLab handelt es sich bei 2023ixf um eine sogenannte Kernkollaps-Supernova, die entsteht, sobald ein Himmelskörper mit einer Sonnenmasse von rund 8 bis 10 seinen atomaren Brennstoff aufgebraucht und schließlich zusammenbricht.

Der verbleibende Rest bildet entweder ein schwarzes Loch oder einen Neutronenstern. Im Verlauf dieser spektakulären Explosion kollabiert der äußere Teil des Sternkerns mit einer eindrucksvollen Geschwindigkeit von 250 Millionen km/h, was etwa 23 Prozent der Lichtgeschwindigkeit entspricht. Innerhalb dieses Prozesses, der gerade mal zehn Sekunden dauert, wird eine Menge an Energie freigesetzt, die der von unserer Sonne im Laufe ihres gesamten zehn Milliarden Jahre dauernden Lebenszyklus entspricht.

Supernova als Kommunikationsmittel von Außerirdischen

Wissenschaftler der Universität Washington, des SETI-Instituts, der Universität Yale und des Smith College haben nun den auf dem Preprint-Server arXiv eine Studie publiziert, laut dem Außerirdische, die mindestens so hoch wie die Menschen oder höher entwickelt sind, die Supernova als Kommunikationsmittel nutzen könnten.

Die Studie basiert auf der Annahme, dass eine solche Zivilisation sich bewusst sein müsste, dass ein so signifikantes astronomisches Ereignis wie eine Supernova das Interesse der Wissenschaft auf sich lenken muss. Außerirdische könnten demnach davon ausgehen, dass die Menschen oder eine andere intelligente Zivilisation die Supernova beobachtet und anschließend in diese Richtung eine Botschaft aussenden.

Regelmäßige Beobachtung der Bereichs

Als Reaktion auf diese Annahme, haben die Forscher entscheiden, die spezifische Region um die Supernova, die mittels eines SETI-Ellipsoids festgelegt wurde, nach Signalen extraterrestrischen Ursprungs zu durchsuchen. Vorstellen kann man sich die Region, als dreidimensionale ovale Struktur innerhalb derer sich die Supernova befindet. Das Ausmaß und die Form dieses Ellipsoids werden basierend auf der Zeitspanne bestimmt, in der sowohl die Menschen als auch hypothetische außerirdische Lebensformen das Licht der Supernova wahrnehmen können. Innerhalb dieser Zone befinden sich mehr als 100 Sterne und eine unbestimmte Menge an Exoplaneten.

Das Forschungsteam plant, das Areal rund um die Supernova monatlich über einen mehrmonatigen Zeitraum hinweg zu erforschen. Hierzu verwenden sie Daten sowohl vom allen Radioteleskop als auch vom Byrd Green Bank Radioteleskop. Den Wissenschaftlern ist bewusst, dass die Wahrscheinlichkeit, ein solches Signal zu entdecken, recht gering ist. Sie argumentieren jedoch, dass es bedauernswert wäre, es nicht zu versuchen, für den Fall, dass ein Signal gesendet und niemand auf der Erde es empfangen würde.

arXiv, doi: 10.48550/arXiv.2306.03118

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