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Windenergie dominiert in Deutschland, auch beim Stromimport

 Robert Klatt

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In Deutschland erzeugen erneuerbare Energien mehr als die Hälfte der Stromeinspeisung in das öffentliche Stromnetz. Windenergie liegt auf dem ersten Platz und nimmt auch bei Stromimporten einen immer höheren Stellenwert ein.

Freiburg im Breisgau (Deutschland). In Deutschland haben erneuerbare Energien, vor allem die Wind- und Solarkraft, einen immer höheren Anteil an der Stromproduktion. Daten der Bundesnetzagentur (BNetzA) und des Bundeskartellamts (BKartA) zeigen, dass diese 2025 über die Hälfte des Bruttostromverbrauchs produziert haben. Nun hat das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE seine Analyse zur Stromeinspeisung in das öffentliche Stromnetz publiziert.

Laut dem Bericht, der auf Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis), der Leipziger Strombörse, Energy-Charts und eigenen Hochrechnungen basiert, lag der Anteil der erneuerbaren Energie am Gesamtstromverbrauch in Deutschland bei 55,9 Prozent. Erneuerbare Energien haben 2025 sechs Terawattstunden (TWh) mehr produziert als im Vorjahr, also insgesamt 278 TWh.

Solar- und Windstrom dominieren

Obwohl die Stromproduktion aus Windenergie 2025 gegenüber dem Vorjahr aufgrund der schwächeren Winde leicht gesunken ist (- 3,2 %), war sie weiterhin die wichtigste Stromquelle. Danach folgt die Solarenergie, die 2025 deutlich mehr Strom produziert hat als im Vorjahr (+ 21 %). Braunkohle und Erdgas liegen mit einem deutlichen Abstand auf dem dritten und vierten Platz.

Die Analyse zeigt zudem, dass der Strompreis an der Leipziger Strombörse gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist (+ 11 %) und im Mittel bei 8,65 Cent pro Kilowattstunde (kWh) lag. Aufgrund der höheren Preise wurde 2025 weniger Strom importiert und es wurden stattdessen mehr heimische Reservekraftwerke verwendet. Insgesamt hat Deutschland 2025 einen Importüberschuss von 22 TWh, also rund ein Viertel weniger als im Vorjahr. Der meiste importierte Strom stammt aus Dänemark, gefolgt von Frankreich und den Niederlanden. Dank des hohen Windstromanteils an der dänischen Stromproduktion, war Windenergie auch bei den Stromimporten der Bundesrepublik führend. Atomstrom aus Frankreich nimmt hingegen einen immer geringeren Stellenwert ein.

Quellen:

Pressemitteilung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE

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