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Warmwasserblase

Der merkwürdige Blob vor Alaska ist zurück

Der gigantische Warmwasserblase macht sich erneut im Nordpazifik breit. Experten befürchten ein erneutes Massensterben sowie ein großes Wetterchaos.

Alaska (U.S.A.). Wie die US-Wetter- und Meeresbehörde NOAA meldet, ist es im US-Bundesstaat Alaska seit September außergewöhnlich warm. Die für diese Zeit untypisch hohen Temperaturen und die geringen Niederschläge könnten für die Rückkehr einer gigantischen Warmwasserblase im Nordpazifik sein, die kurz auch einfach als Blob bezeichnet wird.

Die merkwürdige Erscheinung trat bereits vor einigen Jahren auf und war nach heutiger Erkenntnis der Grund für ein enormes Massensterben von Fischen, Seelöwen und Seevögeln in der Region.

Komplexes Ökosystem

Jedoch war der aktuelle Herbst einer der wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 94 Jahren und der Ozean hat sich erneut bedenklich aufgeheizt. Ökologen und die Fischer der Region befürchten nun ein ähnliches Massensterben wie vor einigen Jahren.

Wenn der Blob tatsächlich weiter bestehen bleibt, sind die Befürchtungen berechtigt. Berechnungen zeigen, dass wenn die Warmwasserblase bis in den Winter bestehen bleibt, es wieder zu chaotischen Wetterverhältnissen kommen kann. Dies liegt daran, dass der Blob den westlichen Kontinent überdurchschnittliche trockene und warme Winter beschert, den Osten hingegen kräftige Schneefälle und starke Stürme.

Der Blob bringt auch starke Dürren

Welche komplexen Auswirkungen eine solche Warmwasserblase auf das Klima der Region haben kann, ist noch nicht ganz erforscht. Jedoch war die letzte Warmwasserblase vor dem Bundesstaat Alaska beispielsweise für die starke Dürre in Kalifornien zwischen 2013 und 2015 verantwortlich. Da der Blob eine Verlagerung des Jetstreams zur Folge hat, sind viele Extremwetter der Region der Warmwasserblase zuzuschreiben.

Liegt die Warmwasserblase vor Alaska, so verlagert sich der Jetstream nach Norden. Es bildet sich ein großes Hoch über den westlichen Teil des nordamerikanischen Kontinents. Dies führt dazu, dass im Gegenzug kalte Luft an die Ostküsten gesaugt wird.

Jedoch werden erst die nächsten Wochen Klarheit bringen: Stabilisiert sich der Blob oder beginnt er sich langsam aufzulösen. Die aktuellen Wetterdaten prognostizieren jedoch weiterhin überdurchschnittlich warme Temperaturen.

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