Aircela

Neues Gerät produziert zu Hause vier Liter Benzin pro Tag aus CO₂

 Robert Klatt

Aircela produziert Benzin aus CO₂ )alecriA(Foto: © 

Das Start-up Aircela hat ein simples Gerät für Privathaushalte entwickelt, das CO₂ aus der Luft filtert und daraus Benzin produziert. Der Kraftstoff kann in Benzinern verwendet werden, ohne dass deren Motoren angepasst werden müssen.

New York City (U.S.A.). Die Wissenschaft arbeitet seit Langem daran, die Produktion von E-Fuels zu optimieren. Dabei handelt es sich um synthetische Kraftstoffe, die mithilfe von Strom produziert werden, etwa aus CO₂, das mit Direct Air Capture (DAC) aus der Umgebungsluft gewonnen wird. Beim Verbrennen von E-Fuels werden lediglich CO₂-Emissionen in der Höhe freigesetzt, wie zuvor aus der Luft entnommen wurde. Die Kraftstoffe sind also klimaneutral, wenn der für die Produktion verwendete Strom aus erneuerbaren Quellen stammt.

Das Start-up Aircela hat nun ein etwa kühlschrankgroßes Gerät vorgestellt, mit dem E-Fuels zu Hause produziert werden können. Der Kraftstoff enthält kein Ethanol, keinen Schwefel und keine Schwermetalle und eignet sich für alle benzinbetriebenen Motoren, ohne dass diese angepasst werden müssen.

E-Fuels aus dem Plug-and-play-System

Laut Aircela handelt es sich bei dem Gerät um ein simples Plug-&-Play-System, das speziell für Privathaushalte entwickelt wurde und ohne technisches Wissen betrieben werden kann. Es saugt die CO₂-haltige Umgebungsluft mit einem Ventilator ein, um den Rohstoff für das Benzin zu gewinnen. Den ebenfalls nötigen Wasserstoff produziert das Gerät selbst aus Wasser, das über die Hausleitung zugeführt wird. Anschließend synthetisiert es aus dem CO₂ und dem Wasserstoff Benzin. Ein Modul des modularen Systems kann etwa vier Liter Benzin pro Tag herstellen. Dazu entfernt es rund zehn Kilogramm CO₂ aus der Luft.

Hoher Energiebedarf

Der Betrieb der „Benzinmaschine“ von Aircela ist jedoch relativ energieintensiv. Um vier Liter Benzin, die eine Energiemenge von 37 Kilowattstunden (kWh) haben, zu gewinnen, sind etwa 75 kWh Strom nötig. Ein Elektroauto könnte mit diesem Strom rund 400 Kilometer fahren. Das Start-up arbeitet deshalb daran, die Energieverluste im System zu reduzieren. Wann das Gerät, das zwischen 15.000 und 20.000 Euro kosten soll, auf den Markt kommt, ist noch nicht bekannt.

Quellen:

Webseite von Aircela

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