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Adaptive Brille

Autofokus macht neue Brillengläser bald überflüssig

Schon in naher Zukunft werden Brillenträger keine neuen Gläser mehr kaufen müssen, wenn sich ihre Sehstärke verändert. Forscher haben eine adaptive Brille entwickelt, welche sich automatisch der Sehstärke anpasst und genau die Sachen scharf stellt, die der Träger gerade betrachtet.

Salt Lake City (U.S.A.). Sobald sich die Sehstärke der Augen verändert, wird es in der Regel kostspielig: Eine neue Brille bzw. neue Brillengläser müssen her. Diese Problematik könnte jedoch schon in zwei bis drei Jahren der Vergangenheit angehören, denn Forscher University of Utah haben eine adaptive Brille entwickelt, welche automatisch das scharf stellt, was der Träger gerade ansieht. Die neue Technik soll nicht nur die Kosten für neue Brillengläser reduzieren, sie soll auch das lästige Auf- und Absetzen der Lesebrille oder teure Gleitsichtbrillen ersetzen.

Hightech-Brille auf der Nase

Die adaptive Brille funktioniert mithilfe von drei Servomotoren, welche bei den Flüssiglinsen an den hinteren Membranen sitzen und die Wölbung der Gläser steuern. Ein Infrarotsensor im Brillensteg misst dabei die Distanz zum Objekt, welches scharf gestellt werden muss und leitet die Daten an die Motoren weiter. Diese reagieren innerhalb von nur 14 Millisekunden, so dass der Träger nahtlos Objekte in unterschiedlichen Distanzen ansehen kann.

Die Brille wird mit Hilfe von Bluetooth kalibriert. Dazu werden einfach die Dioptrienwerte und Hornhautverkrümmung in der zugehörigen Smartphone-App eingegeben.

Natürlich benötigt die Brille für den Fokussiervorgang Strom, welcher über einen eingebauten Akku bereitgestellt wird. Laut Forschern hält dieser gut 24 Stunden. Da der Akku in der Brillenfassung verbaut ist, sieht der erste Prototyp noch recht klobig aus. Die Forscher arbeiten jedoch schon an einer schmaleren und eleganteren Version mit zusätzlichem Eye-Tracking.

Große Nachfrage ist bereit vorhanden

Die adaptive Brille wurde bereits auf der CES 2017 vorgestellt und stoß dort bereits auf großen Anklang. Ein Grund, warum die Forscher viel in die Weiterentwicklung steckten. Die ersten Modelle sollen bereits in zwei bis drei Jahren erhältlich sein und zwischen 465 und 930 Euro kosten. Professor Carlos Mastrangelo kam auf die zu dieser modernen Brille, weil er beim Autofahren sein Navigationsgerät nicht mehr ablesen konnte und sich fragte, warum seine Sehschwäche mit der Technik behandelt wird, die Benjamin Franklin erfunden hat. „Ich lebe doch nicht im 18. Jahrhundert“, so Mastrangelo.

1 Kommentar

Joe Hafner
Tolle Idee, aber lt. dem dargestelltem Linsenfoto nicht besser von der Abbildung als eine einfaches Einstärkenglas. Dann stellt sich die Frage: Wie schwer ist diese Brille auf der Nase, eine durchschnittliche Brille inkl. Gläser wiegt ca. 35-50Gramm. Die Abbildzab den Rändern zu gewährleisten muss ein ashärisches oder Doppekadhärischrs Glas oder Glaskombi verwendet werden, ansonsten entsteht ein Tunnel- oder Lupenblick. Der Ansatz ist gut aber es ist mehr Luft nach oben als beschrieben.
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