Viruserkrankung

Afrikanische Schweinepest erreicht Hausschweine in Deutschland

Robert Klatt

In Deutschland wurde erstmals die Afrikanische Schweinepest bei Hausschweinen nachgewiesen. Wie das Virus übertragen wurde, ist noch unklar.

Potsdam (Deutschland). Die Afrikanische Schweinepest hat in Brandenburg im April 2021 1.267 Wildschweine nachweislich infiziert. Nun wurde die Viruserkrankung laut dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz (MSGIV) erstmals auch bei Hausschweinen in Deutschland nachgewiesen. Betroffen sind laut Angaben des Ministeriums 200 Schweine in den brandenburgischen Landkreisen Spree-Neiße und Märkisch-Oderland.

Beide Bestände wurden umgehend von den zuständigen Veterinärämtern gesperrt, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Die infizierten Tiere müssen getötet und „unschädlich beseitigt“ werden.

Suche nach der Ursache

Den Erstnachweis des Virus erbracht das Landeslabor Berlin-Brandenburg. Anschließend wurden die Infektionen vom nationalen Referenzlabor, dem Friedrich-Loeffler-Institut, verifiziert. Wie die brandenburgische Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) erklärte, ist es nun vor allem wichtig, schnell herauszufinden, wie die Übertragung des Virus auf die Hausschweine erfolgte. Es sollen so weitere Infektionen verhindert werden. Entsprechende Ermittlungen laufen bereits.

Keine Gefahr für den Menschen

Die Krankheit verläuft für die befallenen Schweine fast immer tödlich. Andere Tierarten oder der Mensch können durch das Virus aber nicht infiziert werden. Auch der Kontakt zu den Tieren oder den Verzehr von Schweinefleisch ist für den Menschen unbedenklich.

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