Neue Regeln für Weltraumflüge

Jeff Bezos & Co. sind keine Astronauten

Robert Klatt

Ein Flug in den Weltraum macht eine Person laut einer neuen Regel der FAA nicht mehr zum Astronauten. Zum Erhalt der Astronautenschwingen sind nun zusätzlich Aktivitäten nötig, die für die öffentliche Sicherheit unverzichtbar waren oder zur Sicherheit der bemannten Raumfahrt beigetragen haben.

Washington D.C. (U.S.A.). Jeff Bezos, sein Bruder Mark Bezos, die 82-jährige Wally Funk und der 18-jährige Niederländer Oliver Daemen haben kürzlich an Bord einer Raumkapsel von Blue Origin eine Höhe von 100 Kilometern erreicht. Es handelt sich dabei um den ersten bemannten Flug des privaten Raumfahrtunternehmens, dass der Amazon-Gründer im September 2000 mit dem Ziel Weltraumtourismus anbieten zu können gründete.  

Die Federal Aviation Administration (FAA) hat nun bekannt gegeben, dass die Passagiere nicht als Astronauten anerkennt werden und demnach auch nicht die Astronautenschwingen (Astronaut Wings) erhalten. Der Grund dafür ist eine Regeländerung, die am Tage des Fluges veröffentlicht wurde. Es erhalten laut der neuen Regeln nur noch Personen das zivile Abzeichen, wenn diese bei einem Flug über Grenze zum Weltraum auch „Aktivitäten unternommen haben, die für die öffentliche Sicherheit unverzichtbar waren oder zur Sicherheit der bemannten Raumfahrt beigetragen haben.“

Weltraumflug nicht ausreichend

Das reine Fliegen in den Weltraum als Tourist macht eine Person also nicht zum Astronauten. Auch die Kunden von Axiom Space, die im kommenden Jahr auf die Internationalen Raumstation (ISS) fliegen werden, werden laut der neuen Regel sehr wahrscheinlich nicht die Astronautenschwingen erhalten. Vor der Regeländerung war es zum Erhalt der Astronautenschwingen ausreichend eine Höhe von 50 Meilen (ca. 80 km) (~ 80 Kilometer) erreichen.

Spannend & Interessant
VGWortpixel