2022 AE1

Asteroid könnte Erde im Juli 2023 treffen

Robert Klatt

Der kürzlich entdeckte Asteroid 2022 AE1 könnte im Juli 2023 oder im Juli 2028 auf der Erde einschlagen.

Mount Lemmon (U.S.A.). Wissenschaftler des Catalina Sky Survey (CSS) haben kürzlich mit dem Mount Lemmon Survey (MLS) den Asteroiden 2022 AE1 entdeckt. Sein Durchmesser liegt bei etwa 70 Meter. In einer Datenbank der NASA mit Objekten, die potenziell auf der Erde einschlagen könnten, liegt der Asteroid 2022 AE1 auf dem ersten Platz.

Laut Berechnungen könnte der die Kollision entweder im Juli 2023 oder im Juli 2028 erfolgen. Die Wahrscheinlichkeit eines Einschlags liegt laut den Astronomen bei 1 zu 1500.

Palermo-Skala zeigt Gefahr des Asteroiden 2022 AE1

Auch die Palermo-Skala zeigt ein relativ geringes Risiko für den Asteroiden 2022 AE1. Sie kumuliert verschiedene Faktoren wie die Einschlagwahrscheinlichkeit, die kinetische Energie und die verbleibende Zeit bis zu einer potenziellen Kollision in einem Wert. Liegt der Wert zwischen 0 und -2 sind Folgen durch eine Kollission auf der Erde unwahrscheinlich. Der Asteroid 2022 AE1 liegt auf der Palermo-Skala bei -0,89.

Turiner Skala

Die Turiner Skala kommt ebenfalls beim Asteroiden 2022 AE1 zu einem geringen Risiko. Das Hilfsmittel zur Risikobewertung von Asteroideneinschlägen fasst verschiedene Parameter in Klassen zusammen. Asteroiden, die auf der Turiner Skala in der Klasse 0 liegen, haben entweder eine Kollisionswahrscheinlichkeit von effektiv null oder sind so klein, dass eine Kollission mit der Erde keinen nennenswerten Schaden anrichten würden. Klasse 10 bedeutet hingegen, dass die Kollission in einer globalen Katastrophe enden würde. Eingeordnet ist der Asteroid 2022 AE1 in der Klasse 1 der Turiner Skala.

Laut einer Definition der NASA bedeutet dies: „Eine routinemäßige Entdeckung, bei der ein Vorbeiflug an der Erde vorhergesagt wird, der kein ungewöhnliches Gefahrenpotenzial birgt. Aktuelle Berechnungen zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenstoßes extrem unwahrscheinlich ist und kein Grund für öffentliche Aufmerksamkeit oder Besorgnis besteht. Neue teleskopische Beobachtungen werden sehr wahrscheinlich zu einer erneuten Einstufung in die Stufe 0 führen.“

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