Keine Fischerei

Riesiges Meeresschutzgebiet im Ostpazifik gegründet

Robert Klatt

Ecuador, Kolumbien, Costa Rica und Panama haben ein Meeresschutzgebiet gegründet, dass größer als Deutschland, Österreich und die Schweiz zusammen ist.

Glasgow (Schottland). Die Präsidenten von  Ecuador, Kolumbien, Costa Rica und Panama gaben im Rahmen des Uno-Klimagipfels in Glasgow bekannt, dass im Osten des Pazifischen Ozeans vor der Küste der Länder eines der größten Meeresschutzgebiete der Erde entsteht. Die neue Schutzzone gehört zu den artenreichsten Regionen der Weltmeere. Sie verbindet bereits bestehende kleinere Meeresschutzgebiete, der Galápagos-Inseln (Ecuador) mit den Cocos- und Coiba-Inseln (Panama und Costa Rica) und der Insel Malpelo (Kolumbien).

Die Fläche des Meeresschutzgebiets umfasst mehr als 500.000 Quadratkilometer. Dies ist größer als Deutschland, Österreich und die Schweiz zusammen. Es entsteht so ein Gebiet, in dem Wale, Thunfische, Schildkröten, Rochen, Tintenfische, Hammerhaie und andere Arten leben und sich fortpflanzen können. Der industrielle Fischfang ist innerhalb der Schutzzone prinzipiell untersagt.

Starke Maßnahme zum Artenschutz

„So wie alle Staats- und Regierungschefs hier zu Taten statt Worten aufgerufen haben, glaube ich, dass dies eine konkrete Aktion im Namen Ecuadors ist, die über alle Worte hinausgeht, die wir hier sagen können“, erklärte Ecuadors Präsident Guillermo Lasso während der Konferenz der Zeitung The Guardian.

Die Planung für den Schutzkorridors im östlichen Pazifik haben bereits 2004 begonnen, als die vier beteiligten Länder eine gemeinsame Erklärung zur Schaffung der Initiative Eastern Tropical Pacific Marine Corridor (CMAR), also Meereskorridor im östlichen tropischen Pazifik, unterzeichneten.

Weitere Staaten wollen Meere schützen

Auf dem Uno-Klimagipfel erklärten überdies auch weitere Staaten, dass sie ihrer nationalen Gewässer in Zukunft verstärkt schützen wollen. Dazu gehören unter anderem die U.S.A., Indonesien, Japan, Kenia, Chile und Norwegen. Die Zusagen gehen laut verschiedenen Umweltschutzorganisationen aber noch nicht weitgenug, um die Zerstörung der Ozeane zu stoppen. Angaben über die staatlichen Subventionen für den industriellen Fischfang fehlen beispielsweise bei den meisten Ländern.

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