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Overture

Neues Überschallflugzeug für den Linienverkehr geplant

In 3,5 Stunden von London nach New York – ein neues Überschallflugzeug soll es bald möglich machen und damit der Nachfolger der Concorde werden.

Denver (U.S.A.). Im Jahr 2003 flog das letzte Mal ein Überschallflugzeug, welches Passagiere nicht nur schnell, sondern auch sehr luxuriös von einem Ort zum anderen brachte. Nachdem der Flugbetrieb der Concorde eingestellt wurde, arbeitet das im Jahr 2004 gegründete Unternehmen Boom Technology an einem Nachfolger. Jetzt werden die Pläne für das neue Überschallflugzeug mit dem Namen Overture konkreter.

Aus heutiger Sicht besaß die Concorde zwar den Vorteil, Reisende in wenigen Stunden um den halben Planeten zu fliegen, sie war aber auch extrem laut und umweltschädigend. Die Ingenieure von Boom Technology arbeiten daher daran, den Überschallknall des Flugzeugs wesentlich leiser zu machen und den Kerosinverbrauch deutlich zu senken.

Overture wird viele Verbesserungen besitzen

Seit dem Jahr 2014 stehen in dem Unternehmen die Verbesserungen der Technologien auf der Agenda. Dabei soll das Flugzeug mit einer Spitzengeschwindigkeit von rund 2.300 km/h von London nach New York lediglich 3,5 Stunden benötigen. Overture bietet dabei Platz für 55 Passagiere, die vor allem noch luxuriöser und umweltschonender fliegen werden, berichtet Boom Technology auf der eigenen Website. Bisher geht man verbesserter Aerodynamik und emissionsarmer Triebwerke davon aus, dass das neue Überschallflugzeug nicht mehr CO2 ausstoßen wird als ein durchschnittliches Passagierflugzeug.

So ist das Ziel, den Kerosinverbrauch pro Sitz im Vergleich zur Concorde um mindestens 30 Prozent zu sinken. Dies würde sich auch auf den Ticketpreis auswirken. Geplant ist ein Ticketpreis für einen Flug von London nach New York von etwa 5.000 US-Dollar. Was in etwa einem herkömmlichen Business-Class-Ticket entspricht.

Zwar hat das Unternehmen angekündigt, auch die Lautstärke drastisch reduzieren zu wollen, es ist jedoch bis jetzt unklar, wie die Ingenieure dies meistern wollen. Da der bei Überschallflugzeugen erzeuge Überschallknall so laut ist, sind bisher Überschallflüge über US-amerikanischen Boden verboten. Damit würden die lukrativen Inlandsflüge von einer US-Küste zur anderen wegfallen. Laut eigenen Angaben wolle man den Überschallknall auf etwa 85 Dezibel reduzieren. Damit wäre die Lautstärke mit dem Lärm einer Hauptstraße vergleichbar.

Große Interesse an dem Überschallflugzeug

Obwohl noch viele Fragen offen sind, besitzt das Unternehmen bereits viele große und namenhafte Investoren. Darunter zum Beispiel Airbnbn, Dropbox und Google. Zudem haben bereits fünf größere Airlines großes Interesse an dem neuen Überschallflugzeug geäußert und die ersten 30 Flugzeuge wurden bereits vorbestellt – bei einem Stückpreis von rund 200 Millionen US-Dollar.

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