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Fotodrohnen

Interesse an Drohnen-Fotografie nimmt weiter zu

Eine Bitkom-Umfrage zeigt, dass ein Großteil der Bundesbürger Drohnen nicht nur zum reinen Fliegen oder für Drohnen-Rennen via Videobrille nutzt, sondern hauptsächlich zum Filmen und Fotografieren.

Berlin (Deutschland). Seit einigen Jahren erfreuen sich Drohnen, nicht nur in Deutschland, an großer Beliebtheit. So macht es nicht nur Spaß mit den kleinen Fluggeräten zu fliegen, sie ermöglichen auch Einblicke, die man sonst nicht bekommt. Aus diesem Grund wollen auch neun von zehn Befragten mit der Drohne Fotos oder Videos aus der Vogelperspektive machen.

Dabei gaben 88 Prozent der befragten Personen, die eine Drohne besitzen oder starkes Kaufinteresse haben an, Landschaftsaufnahmen, Luftbilder des eigenen Hauses oder Fotos bei sportlichen Aktivitäten machen zu wollen. Zudem wollen 58 Prozent dieser Personen gerne zu Orten fliegen und diese fotografieren, die man auf herkömmlichen Wegen nicht erreichen würden. „Die Kamera der Drohnen erlaubt eine neue Sicht auf die Dinge und zeigt uns Orte, die man sonst nicht zu sehen bekommt und die dem Auge sonst verborgen sind“, kommentiert Marc Bachmann, Bereichsleiter Luftfahrt beim Bitkom.

Nachdem die Industrie die Drohnen für beispielsweise Begutachtungen von hohen Gebäuden wie Türmen oder Brücken für sich entdeckt hat, folgten schnell die Profi-Fotografen. Nun wird die Drohnen-Fotografie auch zunehmend für die Verbraucher interessant.

Gute Einsteiger-Drohnen gibt es viele. Gerade Anfänger sollten auf gute Flugeigenschaften, Robustheit und Kameraqualität achten. Die Mavic 2 Pro zeigt im Härtetest gute Testergebnisse und ist auch unter erfahrenen Drohnen-Führern ein beliebtes Modell.

Einfach nur fliegen wollen laut Umfrage die Wenigsten. Lediglich 17 Prozent gaben dies als primären Nutzen an.

Bereits über 500.000 Drohnen in Deutschland

Derzeit gibt es mehr als 500.000 private Drohnen in Deutschland, wie das Bundesverkehrsministerium mitteilte. Das grundsätzliche Kaufinteresse ist bei Personen, die noch keine Drohne besitzen groß. Jedoch sind rund 53 Prozent die hohen Anschaffungskosten für ein vernünftiges Modell noch zu hoch. Des Weiteren gaben 55 Prozent an, dass sich ein Kauf vermutlich nicht lohnen würde, da sie kaum Zeit für das neue Hobby hätten.

Ein wichtiges Thema sind die gesetzlichen Regulierungen zum Drohnenflug. Hier sind etwa 24 Prozent verunsichert, haben bei Fehlern Angst vor rechtlichen Konsequenzen oder fühlen sich in der Nutzung zu stark eingeschränkt und schrecken daher vom Drohnenkauf zurück.

Gesetzliche Regulierungen sind abschreckend, aber notwendig

Auch wenn es rund jeden vierten Befragten vom Kauf einer Drohne abhält, so sind die gesetzlichen Regelungen für Drohnen dennoch wichtig. Grundsätzlich gilt, dass der Führer der Drohne für Schäden haftet. Zudem gibt es eine Kennzeichnungspflicht, bestehend aus einer Plakette mit Namen und Adresse für Drohnen ab einem Gewicht von 250 Gramm sowie den „Führerschein“ für Drohnen ab einem Gewicht von zwei Kilogramm. Zudem gilt ein Flugverbot über Industrieanalagen, Menschenansammlungen sowie für Autobahnen und natürlichen Flughäfen. Es ist also auf jeden Fall ratsam sich vor dem Kauf einer Drohne über die aktuellen Bestimmungen zu informieren.

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