Aktienmarkt

Geldvermögen der Deutschen erreicht Rekordhoch

Robert Klatt

Das private Geldvermögen der Deutschen erreichte im zweiten Quartal 2021 das Rekordhoch von 7.325 Milliarden Euro. Hauptverantwortlich sind dafür Kursanstiege von Aktien.

Frankfurt am Main (Deutschland). Das private Geldvermögen in Deutschland erreichte trotz der wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie im zweiten Quartal 2020 das Rekordhoch von 6.630 Milliarden Euro. Ausgelöst wurde dies durch die höchste Sparquote seit der Wiedervereinigung. Diese Entwicklung hat sich laut der Deutschen Bundesbank (BBk) weiter fortgesetzt. Am Ende des zweiten Quartals 2021 erreichte das private Geldvermögen der Deutschen deshalb das Rekordhoch von 7.325 Milliarden Euro.

Im kommenden Quartal rechnen die Ökonomen der BBk erneut mit einem deutlichen Anstieg des Geldvermögens. Dieses umfasst neben Bargeld und Bankeinlagen auch Wertpapiere sowie Ansprüchen gegenüber Versicherungen.

Konsumlust der Verbraucher gestiegen

Im zweiten Quartal 2021 nahm die Konsumlust der Verbraucher durch die Lockerung der Maßnahmen gegen Covid-19 deutlich zu. Die Sparquote ging deshalb laut Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zurück. Trotzdem haben Bargeld und Bankeinlagen mit 2.910 Milliarden Euro noch immer den größten Anteil am privaten Geldvermögen. Diese stiegen allein im zweiten Quartal 2021 um 52 Milliarden Euro.

Investitionen in Aktien nehmen zu

Außerdem investieren immer mehr Deutschen Geld im Aktienmarkt. „Liquide oder als risikoarm wahrgenommene Anlageformen erfreuen sich insgesamt noch immer großer Beliebtheit, aber das Kapitalmarktengagement der privaten Haushalte nimmt seit Jahren zu“, so die Ökonomen der BBk.

Im zweiten Quartal 2021 kauften private Haushalte Aktien im Wert von sieben Milliarden Euro und Investmentfondsanteile für 24 Milliarden Euro. Kursgewinne bei Investmentfondsanteilen und Aktien sind auch der Hauptgrund für das neue Rekordhoch bei den privaten Geldvermögen.

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