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Aktuelle Zahlen

Einstiegsgehälter von Bachelor- und Masterabsolventen

Nicht in jeder Branche zahlt sich ein Masterstudium finanziell aus. Eine aktuelle Liste legt nun die durchschnittlichen Einstiegsgehälter von Bachelor- und Masterabsolventen offen und zeigt, bei welchen Branchen sich Masterstudien lohnen und bei welchen eher nicht.

Hamburg (Deutschland). Ob in der Universität oder an der Fern-Uni: Immer mehr Studenten beschließen nach ihrem Bachelorstudium noch ein zweijähriges Masterstudium zu absolvieren. Sie erhoffen sich durch die beiden Bildungsabschlüsse ein höheres Einkommen im Beruf. Aber sind Masterstudien wirklich eine Garantie für ein höheren Einkommen?

Eine Auswertung der Gehälter von mehr als 13.000 Berufseinsteigern des Branchenportals Gehlat.de sagt ja – jedoch lohnt sich Masterstudien nicht in jedem Fach gleich viel. Dennoch: „Der Mastertitel erhöht die zukünftigen Aufstiegschancen und erleichtert den Weg in die Führungsebene. Wer also sein Gehalt aufstocken möchte, hat mit einem Masterabschluss definitiv die besseren Karten“, so Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de.

Einstiegsgehälter für Bachelorabsolventen/-innen

Die Auswertung zeigt, dass es einige Branchen gibt, in denen man mit einem Bachelorabschluss durchschnittlich mehr verdient als in anderen Branchen mit einem Masterabschluss. Zu den Top-Branchen zählen hier:

  • Chemie, Verfahrenstechnik, 50.694 Euro/Jahr
  • Autoindustrie, 49.792 Euro/Jahr
  • Banken, 48.433 Euro/Jahr
  • Maschinenbau, Pumpen, Schiffsbau, 47.395 Euro/Jahr
  • E-Technik, 45.500 Euro/Jahr

Deutlich weniger Gehalt wartet dafür in folgenden Branchen auf Akademiker mit einem Bachelorabschluss:

  • Soziale Einrichtungen, 34.128 Euro/Jahr
  • Werbung & PR, 33.305 Euro/Jahr
  • Gesundheitswesen, 33.301 Euro/Jahr
  • Hotel & Gaststätten, 30.671 Euro/Jahr
  • Touristik, Freizeit, 30.441 Euro/Jahr

Einstiegsgehälter für Masterabsolventen/-innen

Im Bereich der Top-Branchen fällt schnell auf, dass ein Masterabschluss ein deutliches Gehaltsplus bringt und in vielen Top-Branchen liegt das durchschnittliche Jahresgehalt bei über 50.000 Euro im Jahr:

  • Chemie, Verfahrenstechnik, 55.416 Euro/Jahr
  • Banken, 53.719 Euro/Jahr
  • Autoindustrie, 53.466 Euro/Jahr
  • Maschinenbau, Pumpen, Schiffsbau, 52.338 Euro/Jahr
  • Pharma, 49.384 Euro/Jahr

Aber auch unter den Masterstudien gibt es Branchen, bei denen man deutlich weniger verdient. Dazu zählen:

  • Medien, Presse, 38.473 Euro/Jahr
  • Verbände, 38.294 Euro/Jahr
  • Werbung & PR, 36.000 Euro/Jahr
  • Soziale Einrichtungen, 35.325 Euro/Jahr
  • Touristik, Freizeit, 34.903 Euro/Jahr

Woher kommen die starken Gehaltsunterschiede?

Dass sich die Einstiegsgehälter teilweise so stark unterscheiden hat verschiedene Gründe, wie Bierbach erklärt: „Zum Teil sind es sehr finanzstarke Branchen, die hohen Anforderungen an die Beschäftigten und natürlich der Fachkräftemangel, der vor allem im technischen Bereich vorherrscht.“

Die Auswertung zeigt zudem, dass bei Bachelor- und Masterabschlüssen vor allem Berufe in der technischen Forschung und Entwicklung zu den am besten bezahltesten Jobs gehören. Bereits mit einem Bachelorabschluss liegt das durchschnittliche Einstiegsgehalt hier bei rund 48.800 Euro im Jahr. Ein Masterabschluss stock das Gehalt Jährlich etwa noch einmal um 4.000 Euro auf.

Die Auswertung aller Daten zeigt, dass Masterstudien im Durchschnitt 250 Euro monatlich mehr verdienen als Akademiker mit einem Bachelorabschluss. Aber es muss nicht immer ein Masterabschluss sein, wenn man das große Geld verdienen möchte. Ein Bachelorabschluss in Branchen mit hohen Fachkräftemangel bieten ebenfalls ein stolzes Jahreseinkommen.

1 Kommentar

Gerald
Herr Bierbach ist witzig. Als gäbe es in den genannten Branchen mit niedrigem Einstiegsgehalt keine hohen Anforderungen und keinen Fachkräftemangel... Fast alle genannten Bereiche sind deshalb unterbezahlt, weil keine Wertschätzung vorhanden ist. Wir leben in einer Gesellschaft in der die Betreuung von Technologie höher bewertet wird als die Betreuung von Menschen. Die sehr einseitige und höchst kapitalistisch angehauchte Einschätzung von Herrn Bierbach spiegelt das wunderbar wider. Ganz nebenbei bezweifle ich auch den akademischen Fachkräftemangel. Wenn es überhaupt einen gibt, dann da wo keiner mehr hin will - in einen Handwerksberuf bzw. generell in den Lehrberuf.
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