Gas, Urlaub und Co.

Dabei sparen die Menschen in Deutschland

Robert Klatt

Auf den Punkt gebracht
  • Die Covid-19-Pandemie und der Ukrainekrieg haben eine hohe Inflation ausgelöst
  • In Deutschland sparen deshalb viele Menschen beim Strom-, Gas-, Wasser, und Benzinverbrauch aber auch beim Urlaub und anderen Freizeitaktivitäten
  • Nur 15 Prozent haben ihren Konsum nicht geändert

Die Covid-19-Pandemie und der Ukrainekrieg haben zu einer hohen Inflation geführt. Eine Umfrage zeigt nun die Auswirkungen auf das Konsumverhalten in Deutschland.

Köln (England). Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und des kürzlich ausgebrochenen Kriegs in der Ukraine haben auch in Deutschland zu einer hohen Inflation geführt. Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov hat deshalb untersucht, ob sich das Konsumverhalten der Menschen in der Bundesrepublik verändert hat. Dazu wurden im April 2022 2.052 Personen befragt. Die gewichteten Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Ein Großteil (81 %) der Menschen schränkt demnach ihren privaten Konsum aufgrund der höheren Preise ein. Knapp die Hälfte (48 %) hat geplante Anschaffungen verschoben. Besonders stark betroffen sind ältere Menschen.

Lebensmitteln und Produkte des täglichen Bedarfs

Wie stark die Inflation einen Teil der Bevölkerung trifft, sieht man primär daran, dass viele Menschen (23 %) an Lebensmitteln und anderen Artikeln des täglichen Bedarfs sparen. Häufig gespart wird zudem beim Strom (48 %), beim Heizen (41 %) und beim Wasser (33 %). Die höheren Preise für Diesel und Benzin haben außerdem dazu geführt, dass mehr als ein Drittel (35 %) weniger Auto fahren.

Ältere Menschen stark betroffen

Besonders stark leiden unter der hohen Inflation Senioren. Mehr als die Hälfte (59 %) der Menschen über 55 Jahren in Deutschland müssen aufgrund der hohen Preise Strom sparen. Zudem gaben die älteren Umfrageteilnehmer häufiger als der Durchschnitt an, beim Heizen (48 %) beim Wasserverbrauch (41 %) sowie beim Autofahren (45 %) zu sparen.

Sparen in der Freizeit und beim Shoppen

Die Deutschen sparen zudem laut der Umfrage bei Freizeitaktivitäten wie Restaurant-, Kneipen- oder Kinobesuchen (45 %), beim Kauf neuer Kleidung (40 %) und beim Urlaub (34 %). Auch Ausgaben für Renovierungen und den Kauf von Elektrogeräten und Autos haben viele Haushalte reduziert. Lediglich ein kleiner Teil (15 %) gab an, die Auswirkungen der Inflation nicht oder kaum zu spüren und weiterhin zu konsumieren wie bisher.

Preis ist relevantestes Kaufkriterium

Die Teilnehmer gaben zudem an vor allem auf den Preis eines Produkts zu achten. Bei mehr als der Hälfte (60 %) der Erwachsenen in Deutschland ist der Preis beim Kauf das relevanteste Kriterium. Zudem achten viele Deutsche auf die Qualität (55 %), die Regionalität (35 %), die Verfügbarkeit (30 %) und die Nachhaltigkeit (28 %), wenn sie sich für ein Produkt entscheiden.

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