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Leukämie, Tumoren & Co.

Warum bekommen Kinder Krebs?

Wenn beim eigenen Kind Krebs diagnostiziert wird, ist das ein schwerer Schicksalsschlag für die Eltern, die Familie und Freunde. Aber warum erkranken Kinder überhaupt an Krebs, welches sind die häufigsten Krebsarten bei Kindern und wie sehen die neusten Therapien aus?

München (Deutschland). Jedes Jahr erkranken rund 250.000 Kinder weltweit an Krebs, in Deutschland sind es etwa 1.800. Dies bedeutet, dass eines von 470 Kindern in Deutschland vor seinem 15. Lebensjahr diese schreckliche Diagnose erhält. Leider sind trotz der guten medizinischen Fortschritte und Forschungen die Überlebenschancen der kleinen Krebspatienten immer noch nicht gut genug, so die Experten. Der internationale Kinderkrebstag, der seit 2003 immer am 15. Februar stattfindet, soll genau daran erinnern.

Wie entsteht Krebs bei Kindern?

Viele betroffene Eltern machen sich Vorwürfe und fragen sich, ob sie etwas falsch gemacht haben. Mediziner gehen derzeit davon aus, dass der Auslöser für Krebs bei Kindern genetisch bedingt ist und die Veränderung der jeweiligen Zellen bereits im embryonalstadium auftreten. Für diese Theorie gibt es bis jetzt jedoch nur Hinweise und keine wissenschaftlichen Belege. Zudem ist nicht bekannt, welche Gene dabei die entscheide Rolle spielen.

Äußere Faktoren schließen Mediziner jedoch in den meisten Fällen aus (Ausnahme bildet beispielsweise radioaktive Strahlung), da die Kinder noch nicht lang genug auf der Welt sind, um von äußeren Umweltfaktoren Krebs zu bekommen.

Auch wenn es nur ein kleiner Trost ist, so bedeutet dies, dass nach bisherigem Wissenstand Eltern nichts getan oder unterlassen haben könnten, was den Krebs bei ihrem Kind verursacht haben könnte.

Die Anzeichen für Krebs bei Kindern

Hat mein Kind Krebs? Die Diagnose Krebs bei einem Kind ist sehr schwierig, da die ersten Anzeichen für Krebs bei Kindern eher harmlos erscheinen. So können bereits Fieber, Kopfschmerzen, ein blauer Fleck, Blässe oder ungewöhnlich starke Müdigkeit bereits ein Anzeichen für eine Krebserkrankung sein.

Natürlich bedeutet dies nicht, dass wenn ein Kind Fieber hat oder über einen längeren Zeitraum müde ist, dass es sich dabei um Krebs handelt. Es sollte aber auch jeden Fall ärztlich abgeklärt werden, wenn die Symptome länger als üblich und ohne jeden ersichtlichen Grund auftreten.

Des weiteren fällt den Medizinern die Diagnose schwer, da sich Kinder oft schlechter oder gar nicht so ausdrücken können wie Erwachsene, die ihr Leiden im Gegensatz zu den Kleinen recht genau beschreiben können.

Wie kann Krebs bei Kindern erkannt werden?

Wie bereits erwähnt, ist die Diagnose sehr schwierig. Eltern wird daher geraden, bei dem kleinsten Verdacht auf Krebs einen Facharzt in einer kinderhämatologischen bzw. kinderonkologischen Einrichtung aufzusuchen.

Die Diagnose erfolgt dann in den meisten Fällen anhand einer Blutbilduntersuchung, bei der die Werte im großen Blutbild genauestens überprüft werden und zusätzlich mit bildgebenden Verfahren wie CT, MRT, Ultraschall oder Szintigramm.

Wird anhand der gemachten Bilder ein Tumor gefunden, so wird in den meisten Fällen noch eine Gewebeprobe entnommen. Nur mit Hilfe dieser Biopsie können die Ärzte dann feststellen, um welche Art Tumor es sich genau handelt.

Die häufigsten Krebserkrankungen bei Kindern

Anders als bei Erwachsenen, ist die Verteilung der Krebsarten bei Kindern etwas anders: So haben 31 Prozent der betroffenen Kinder eine der unterschiedlichen Leukämie Arten, rund 24 Prozent Gehirntumoren und etwa 14 Prozent Lymphomen. Rund sieben Prozent der krebskranken Kinder haben das Neuroblastom und etwa fünf Prozent das Nephroblastom (auch als Wilms-Timor bekannt).

Diese prozentuale Verteilung ist nicht nur in Deutschland so, sondern spiegelt sich mehr oder weniger auch in etwa zu diesen Anteilen in anderen Ländern der EU und den USA wieder.

Soll ich meinem Kind sagen, dass es Krebs hat?

Wenn Eltern die Krebsdiagnose des eigenen Kindes erhalten haben, ist dies erst einmal ein riesen Schock. Nach der Frage der Behandlungsmöglichkeiten stellt sich jedoch schnell die Frage, ob man dem Kind die Wahrheit über die Krankheit sagen soll. Experten der Initiative krebskranke Kinder München e.V. raten dazu: Auch einem kleinen Kind kann man altersgemäß die Wahrheit sagen und die Krankheit erklären.

Würde man dies nicht tun, so könnte das krebskranke Kind das als großen Vertrauensbruch werten. Dennoch ist es ratsam, Psychologen oder anderes Fachpersonal der jeweiligen Klinik zu Rate zu ziehen. Dem Kind die Wahrheit zu sagen bedeutet jedoch nicht, dass man ihm nicht auch zeitgleich Mut und Zuversicht schenken kann.

Krebs bei Kindern behandeln

Neben den gängigen Methoden zur Krebstherapie wie der Chemotherapie, Bestrahlung und Operation gibt es keine wesentlichen Unterschiede in der Behandlung von Krebs bei Kindern im Vergleich zu Krebsbehandlungen bei Erwachsenen.

Manchmal gibt es hochqualifizierte Mediziner in der Forschung, die für klinische Studien neuer Behandlungsansätze oder Medikamente Probanden suchen. Auch dies ist manchmal ein Versuch, den Krebs zu besiegen.

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