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Fiktion oder Realität?

Seriöse Studie erforscht Gedanken nach dem Tod

Die Fragen, ob es ein Leben nach dem Tod gibt, beschäftigt die Menschheit schon seit Jahrtausenden. Renomierte Forscher aus England liefern neue und überraschende Antworten.

London (England). Der Verlust der Körperschwere, ein Gefühl von unendlichem Frieden, ein gleißend helles Licht, eine unerklärliche Leichtigkeit und die Erscheinung einiger mystischer Wesen. Diese und viele andere Eindrücke vermitteln glaubhaft Menschen, die sich zwischen der Schwelle von Diesseits und Jenseits befunden haben. Seit vielen Jahrhunderten ist dieses Phänomen bekannt und wurden von Wissenschaftlern bisher immer als sehr kritisch angesehen. Zwei namenhafte Forscher haben jetzt das Phänomen der Gedanken nach dem Tod etwas näher untersucht.

Der Mediziner Sam Parnia von der Uniklinik Southampton und der Neuropsychiater Peter Fenwick vom Londoner Institut für Psychiatrie haben eine Befragung an 63 Patienten vorgenommen, die nach einem Schlaganfall für klinisch tot erklärt worden waren und die den Gehirntod überlebten. Damit die Erinnerung an das Erlebte nicht verblasst, wurde die Befragung innerhalb einer Woche nach dem Anfall vorgenommen.

Übereinstimmende Erlebnisse

Sieben Überlebende berichteten von ihren Erlebnissen nach dem Hirntod, aber nur vier Patienten bestanden einen Test gemäß der strengen Gryson Skala, die zur Bewertungen von Schwellenerfahrungen eingesetzt wird. Alle Betroffenen erzählten übereinstimmend, dass sich ihr Zeitgefühl beschleunigt hat. Sie sind zum Eingang einer völlig anderen Welt gelangt, aus der es kein Zurück mehr gibt. Zwar hatten die Testpersonen das Gefühl für den eigenen Körper verloren, dafür waren aber alle Sinne geschärft. Bei den Patienten handelt es sich um einen Katholiken, der seinen Glauben verloren hat und um nicht mehr praktizierende Anglikaner. Die Ergebnisse der Studie sollen jetzt im Fachblatt Resuscitation veröffentlicht werden.

Die Forscher sind sich sicher, dass die Studie Hinweise auf ein Leben nach dem Tod liefert. Wenn der Geist und das Gehirn unabhängig voneinander sind, dann stellt man sich zwangsläufig die Frage, ob es ein Fortleben des Bewusstseins nach dem Tod gibt. Es stellt sich aber auch die Frage nach dem geistigen Pendant zum Menschen. Sollte das Gehirn ein Mittler des Geistes sein, dann kann bald bewiesen werden, dass es ihn tatsächlich gibt, wenn das Gehirn längst tot ist, ist sich Sam Parnia sicher.

Die britischen Bischöfe Geoffrey Rowen und Stephan Sykes würde nur die Aussage untermalen, dass Menschen nicht mehr sind, als aus Fleisch gemachte Computer. Ähnlich sieht es der Psychologe Christopher French der Universität London. Er zieht als Fazit aus der Studie, dass sich das Gehirn bei einer Todeserfahrung lediglich einen Reim auf das Erlebte machen möchte.

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