Afon-Sensor

Non-invasive Blutzuckermessung per Smartphone

Robert Klatt

Diabetiker müssen ihren Blutzucker etwa 80.000-mal in ihrem Leben mittels Stiches in den Finger messen. Ende 2022 soll der Afon-Sensor dies durch eine non-invasive Blutzuckermessung per Smartphone überflüssig machen.

Chepstow (Wales). Menschen, die unter Typ 1 Diabetes leiden, messen sich mehr als 80.000-mal in ihrem Leben ihren Blutzucker mittels Stiches in den Finger. Eine Reihe von Unternehmen, darunter Hersteller von Smartphones und Smartwatches, entwickeln aktuell Methoden zur non-invasiven Blutzuckermessung, die das sogenannte „Finger-Pricking“ überflüssig machen sollen. Dazu gehört auch Afon Technology aus Wales, das an einem dezidierteren Sensor arbeitet, mit dem der Glucosespiegel im Blut mit einem beliebigen Smartphone überwacht werden können soll.

Laut den Spezifikationen des Unternehmens soll die schmerzlose Alternative an der Innenseite des Handgelenks getragen werden. Möglich ist zum Beispiel durch optionale Smartwatch-Armbänder, in die der Afon-Sensor integriert werden kann. Durch den Verzicht auf austauschbare Teile soll der Afon-Sensor in der Anschaffung und im Unterhalt sehr günstig sein.

Blutzuckerspiegel wird permanent überwacht

Weil der innovative Sensor unabhängig vom Betriebssystem arbeiteten soll, kann er laut seinen Entwicklern mit sämtlichen Smartphones, Tablets und Wearables genutzt werden. Dazu überträgt der Afon-Sensor permanent die erhobenen Blutzuckerspiegel kabellos über Bluetooth an ein beliebiges Gerät, auf dem die dazugehörige App installiert wurde. Wird ein kritischer Wert erreicht, erhält der Nutze automatisch einen Hinweis. Nutzer könnten also nicht mehr von einer Hypoglykämie (Unterzuckerung) oder Hyperglykämie (Überzuckerung) überrascht werden.

Launch des Afon-Sensors Ende 2022

Laut einer Mitteilung des Unternehmens soll der Afon-Sensor bereits Ende 2022 auf den Markt kommen. Bis alle 463 Millionen Diabetiker auf der Welt Methoden zur non-invasiven-Messung des Blutzuckerspiegels nutzen können, werden jedoch noch einige Jahre vergehen.

In klinischen Studien konnte der Afon-Sensor bereits gute Ergebnisse erzielen. „Wir haben das Afon-Gerät während der klinischen Studien sowohl unter hyper- als auch unter hypoglykämischen Bedingungen getestet und waren überrascht und begeistert von den Möglichkeiten dieser Technologie.“, sagt Professor de Vries vom deutschen Profil Institut für Stoffwechselforschung.

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