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Neue natürliche Haarmähne

Mit Piezoelektrik gegen Haarausfall und Glatze

Forschern ist es gelungen, Glatzen auf eine natürliche Art und Weise wieder mit Haaren zu füllen. Der japanische Technikkonzern Kyocera wird diese Idee in Zukunft zur Marktreife entwickeln.

Kyoto (Japan). Beim Thema Haartracht ist Japan anderen Ländern weit voraus. In Japan sind Haarwuchswasser und Haarwuchsmittel Massenware und in allen Drogerien zu finden und in Pendlerzügen wird sogar für Haartranplantationskliniken geworben - als sei es das normalste auf der Welt. Jeder gute Friseur bietet vor Ort eine umfangreiche Kopfmassage an, um die Haarwurzeln zu stimulieren und eine längere Lebensdauer der Haare zu erzielen. Kurz um: Die eigenen Haare sind den Japaner äußerst wichtig.

Es ist daher nicht sehr verwunderlich, dass der Kampf gegen den Haarauswahl von der ostasiatischen Metropole her ausgeht. Etwas verwirrend ist nur, dass die Forschung über einen Technikkonzern läuft. Dieser arbeitet daran, dass mit einem minimalen Eingriff aus einer Glatze schnell wieder eine volle Haarpracht wird.

Ein Technikkonzern aus Japan wird Haarzellen transplantieren

Diese Woche hat der japanische Technikkonzern Kyocera bekannt gegeben, dass mit dem Forschungsinstitut Riken und Organ Technologies ein neues Verfahren für die Transplantation von Haarzellen entwickelt wurde. Diese Haarzellen wurden aus Stammzellen gezüchtet. Es werden hierbei nicht wie üblich bestehende Haut oder Haarwurzeln versetzt. Normalerweise werden bei einer Haartransplantation kleine Haarfollikel aus der Epermis oder Dermis von einer Stelle des Kopfes zur gewünschten Stelle transplantiert. Dieses Verfahren wird in der Regel bei einer androgenen Alopezie angewendet. Es kann auch bei Augenbrauen und Wimpern genutzt werden. Beim Verfahren mit Hilfe der Piezoelektrik werden einige Haarwurzeln entnommen, die Stammzellen isoliert und bis zu tausend neue Haarwurzeln gezüchtet.

Das Unternehmen Kyocera übernimmt die Aufgaben der Transplantationstechnik. Die Konzernsprecherin gibt bekannt, dass mehrere Ideen zur Zeit noch diskutiert werden. Von besonderem Interesse ist die piezoelektrische Technik. Mit dieser Methode können zwei Typen von Stammzellen eines Patienten eingesammelt und kultiviert werden. Diese werden dann präzise bei einer Autotransplantation platziert.

Piezoelektrik für eine Haartransplantation

Bei der Piezoelektrik handelt es sich um ein Steckenpferd des Unternehmens Kyocera. Die Technik dient dazu, Feinkeramik und kristalline Materialien mit Hilfe einer elektrischen Spannung auszudehnen, zu vibrieren oder zu schrumpfen. Die Technik wird aber auch zur Erzeugung von Strom durch eine kleine Bewegung wie zum Beispiel das Drücken eines Schalters eingesetzt.

Dieser Effekt wird vom Unternehmen genutzt, um Druckknöpfe in Druckern, Kontrolle bei den Treibstoffeinspritzungen von Dieselmotoren oder eine lautsprecherlose Tonerzeugung bei Handys zu erzeugen. Wer am Rückgang des Haarverlustes interessiert ist, der muss sich noch etwas gedulden. Der Prototyp soll 2018 fertig gestellt sein. Bis 2020 wird das System dann letztendlich seine Marktreife erreicht haben und mit Sicherheit auch schnell den europäischen Markt erobern.

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