Anti-Aging aus der Natur

Mangos verringern Falten im Gesicht

Robert Klatt

Mangos können bestehende Falten der Gesichtshaut reduzieren und die Bildung neuer Falten unterdrücken.

David (U.S.A.). Die Mango stammt ursprünglich aus den tropischen Regenwäldern Südasiens. In Indien wird die Frucht aufgrund ihrer medizinischen Wirkung auch als „Götterspeise“ bezeichnet. Als Heilmittel sollen die Mangofrucht und die Mangopflanze unter anderem den Darm beruhigen, Blutung stoppen und Entzündungen hemmen. Die Wissenschaft hat diese Eigenschaften bisher aber nur zum Teil belegt.

Eine Pilotstudie der University of California in Davis, die im Fachmagazin Nutrients publiziert wurde, belegt nun, dass Mangos altersbedingte Gesichtsfalten deutlich reduzieren können. An dem Versuch der Forscher um Robert Hackman nahmen 28 Frauen nach der Menopause mit der zweit- und dritthellsten Hautvariante (Hauttyp II und III) teil.

Kulturvariante Ataulfo-Mango aus Mexiko

Verwendet wurde die in Mexiko angebaute Ataulfo-Mangos, weil diese besonders viel Betacarotin, Phenol- und Ascorbin- und Chlorogen-, Protocatechin-, Vanillin-, Gallussäure sowie weitere Carotinoide enthält.

Studien mit Mäusen haben bereits belegt, dass Extrakte der Ataulfo-Mango durch eine Hemmung der epidermalen Verdickung und eine Bildung von Kollagenbündeln die Faltenbildung reduzieren. Bisher wurde aber nicht untersucht, ob dieser Effekt auch bei der Haut des Menschen auftritt.

Robert Hackman: „Wir haben daher die Folgen der Aufnahme von Ataulfo-Mango bei 85 Gramm und 250 Gramm über 16 Wochen auf die Entwicklung von Falten und Hautrötungen sowie auf Veränderungen bei den Hautcarotinoiden bei Frauen nach der Menopause untersucht.“

Faltenbildung vier Monate beobachtet

Die Hälfte der Probandinnen erhielt vier Monate lang dazu viermal pro Woche 85 Gramm Mangos, die andere Hälfte 250 Gramm Mangos. Die Falten im Gesicht wurden zu Beginn, nach acht und nach 16 Wochen über Fotos dokumentiert. Außerdem ermittelten die Wissenschaftler mithilfe der Reflexionsspektroskopie Carotinoidwerte der Haut.

Robert Hackman: „Unser System, mit dem wir Falten analysiert haben, ist äußerst genau und hat es uns ermöglicht, selbst nicht mit freiem Auge sichtbare Falten zu erfassen.“

Die Auswertung zeigt bei den Probandinnen, die 85 Gramm Mangos erhielten nach acht und 16 Wochen eine deutliche Reduktion der Falten. In der Gruppe, die 250 Gramm Mangos erhielt, kam es hingegen zu einer Verschlechterung bei bestehenden tiefen und feinen Falten sowie bei der Bildung von neuen Falten.

Vivien Fam: „Daraus schließen wir, dass Mangos grundsätzlich zwar gut für die Hautgesundheit ist, aber nur bis zu einer bestimmten Menge. Zu viel davon scheint möglicherweise schlecht für die Haut zu sein. Warum der Verzehr von mehr Mangos die Schwere von Falten erhöht, ist unklar. Vielleicht hat es etwas mit der Zuckermenge zu tun.“

Weitere Studien sollen nun untersuchen, welche Mechanismen für den Einfluss der Mango auf das Hautbild verantwortlich sind.

Nutrients, doi: 10.3390/nu12113381

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