Folge von Covid-19

Großteil der Deutschen hält Impfungen für wichtig

Robert Klatt

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Auf den Punkt gebracht
  • In Deutschland halten immer mehr Menschen (81 %) Impfungen für wichtig oder sehr wichtig
  • Vor zehn Jahren, also vor der Covid-19-Pandemie, war der Anteil deutlich geringer (61 %)

In Deutschland halten 81 Prozent der Bevölkerung Impfungen für wichtig oder sehr wichtig. Vor Covid-19 war der Anteil noch deutlich niedriger.

Köln (Deutschland). In Deutschland haben laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) immer mehr Menschen eine positive Einstellung zum Impfen. Laut der Studie, an der zwischen Juli und September 2021 5.007 Bürger im Alter von 16 bis 85 Jahren teilnahmen, sind 81 Prozent der Bevölkerung der Ansicht, dass Impfungen wichtig oder sehr wichtig sind. Vor zehn Jahren waren es nur 61 Prozent der Bevölkerung. Wie Prof. Dr. Martin Dietrich, Kommissarischer Direktor BZgA erklärt, wurde die Entwicklung vor allem durch die Covid-19-Pandemie verursacht.

„Die positive Entwicklung in der Einstellung zum Impfen ist erfreulich: Denn Impfen ist nach wie vor der bestmögliche Schutz vor einigen ansteckenden und schwer verlaufenden Infektionskrankheiten. Auch die positiven Veränderungen im Hygieneverhalten der Menschen sind zu begrüßen. Dies kann im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie als wichtiges Ergebnis der gemeinsamen Gesundheitskommunikation verstanden werden. Impfaufklärung und Information über gutes und angemessenes Hygieneverhalten bleiben auch weiterhin ein thematischer Schwerpunkt der Arbeit der BZgA.“

Schutzimpfungen werden als wichtig eingestuft

Ein Großteil der Befragten (87 %) stuft Schutzimpfungen für Erwachsene als wichtig oder sehr wichtig ein. Das gilt sowohl für die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts (RKI) empfohlenen Standardimpfungen als auch für die Covid-19- Schutzimpfungen.

Besonders wichtig sind laut den Umfrageteilnehmern unter den Standardimpfungen Impfungen gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) (96 %), Polio (Kinderlähmung) (93 %), Masern (88 %), Röteln (82 %) und Diphtherie (80 %).

Zudem erklärten die meisten Befragten (72 %), dass sie sich gut oder sehr gut über Impfungen im Erwachsenenalter informiert fühlen. 2014 war der Anteil (53 %) noch deutlich geringer.

Änderungen beim Hygieneverhalten

Die Studie zeigt überdies, dass sich das Hygieneverhalten der Bevölkerung in den letzten Jahren stark verändert hat. Ein Großteil (90 %) der Bevölkerung ist der Ansicht, dass regelmäßiges Lüften Infektionen verhindern kann. 2019 waren es nur 71 Prozent. Viele Befragte (87 %) wissen zudem, dass man Infektionen verhindern kann, wenn man bei Begrüßungen auf Berührungen verzichtet. Auch hier war der Anteil 2012 mit 67 Prozent deutlich kleiner.

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