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Erfolge bei Tierversuchen

Erste Erfolge bei der Behandlung von Alzheimer

Bisher ist Alzheimer nicht heilbar, aber Forscher haben bei Mäusen mit einem epigenetischen Therapieansatz erste und sehr wichtige Erfolge erzielt. Sie konnten mit der Behandlung die krankheitsbedingten Gedächtnisprobleme rückgängig machen.

Buffalo (U.S.A.). Immer mehr ältere Menschen erkranken an Alzheimer, der häufigsten und schwersten Form der Demenzerkrankung. Weltweit wird fieberhaft nach einer Heilmöglichkeit gesucht und nun haben Forscher aus den USA und China einen ersten Erfolg erzielen können. Bei an Alzheimer erkrankten Mäusen konnten sie mit einem epigenetischen Therapieansatz den Gedächtnisverlust nicht nur stoppen, sondern auch wieder zu Teilen umkehren.

Die Forscher verfolgten bei ihren Versuchen den epigenetischen Ansatz, mit dem bestimmte Enzyme im Gehirn gehemmt werden. So konnten sie die sogenannten Glutamat-Rezeptoren wiederherstellen, deren Verlust eine zentrale Rolle bei den Gedächtnisproblemen spielt.

Alzheimer wieder umkehren

„Unsere Studie zeigt nicht nur den Zusammenhang von epigenetischen Veränderungen und Alzheimer“, erklärt Zhen Yan von der Universität Buffalo. „Wie haben zudem herausgefunden, dass wir die geistigen Fehlfunktionen korrigieren konnten, indem wir die epigenetischen Enzyme ins Visier nahmen um die Glutamat-Rezeptoren wiederherzustellen.“

Die Forscher haben dazu an dem Gewebe verstorbener Alzheimerpatienten sowie mit Mäusen, die an Alzheimer erkrankt sind geforscht. So konnten sie auch die zentrale Rolle der Glutamat-Rezeptoren im Zusammenhang mit dem Gedächtnisverlust erneut bestätigen.

Yan und ihre Kollegen überlegten, wie sie mit einem Therapieansatz in diesen Prozess eingreifen konnten und stießen dabei auf einen epigenetisch gesteuerten Mechanismus. „Wir waren sehr überrascht, so spektakuläre kognitive Verbesserungen zu sehen. Als wir den Mäusen den Enzym-Inhibitor verabreichten, stellten wie anhand unterschiedlichster Gedächtnistests fest, dass sich die Gedächtnisfunktionen wieder normalisierten“, erklärt Yan.

Es waren drei Injektionen nötig um die Enzyme zu hemmen, die für den Verlust der Glutamat-Rezeptoren verantwortlich waren. Kurz darauf wurde bereits die Produktion neuer Rezeptoren sowie die Hirnfunktion angekurbelt. Der Effekt hielt rund eine Woche an.

Epigenetische Therapie beim Menschen wir noch lange dauern

Da bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer eine Vielzahl von Genen beteiligt sind, ist die vollständige Behandlung äußerst komplex und schwierig. So ist es bis zu einer Therapie beim Menschen noch ein weiter Weg, aber der neue Ansatz von Yan und ihren Kollegen scheint sehr vielversprechend zu sein.

1 Kommentar

Dieter Behrens
Wo wurden die Injektionen verabreicht?
Enzyme passieren nicht die Blut-Hirn-Schranke.
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