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Von: Dennis L.
Medizin aus der Natur

Bockshornklee verbessert Parkinson-Symptome

Die Parkinson-Krankheit betrifft mehr und mehr Menschen. Oftmals wird sie, irrtümlicher Weise, mit einem hohen Alter in Bezug gestellt. Leider aber treten auch immer häufiger Erkrankungen bereits vor dem 50. Lebensjahr auf. Eine wirkliche Heilung, Verhinderung oder zumindest einem Aufhalten der fortschreitenden Degeneration der Nervenzellen des nigrostriatalen Systems ist bisher nicht in Sicht. In Indien forscht man allerdings seit 2013 an einer Linderung der Symptome mit einem der Menschheit seit ca. 5.500 Jahren bekannten Heilmittel.

Bockshornklee lindert Parkinson-Symptome
© Yak / wikipedia.org

Pune (Indien). Zur Linderung der bei Parkinson-Patienten auf Grund der Erkrankung auftretenden Symptome wird häufig auf den Wirkstoff Levo-Dopa (L-Dopa) vertraut. In Folge eines langfristigen und regelmäßigen Konsums steigt dadurch allerdings die Wahrscheinlichkeit von Dyskinesie (Störung von Bewegungsabläufen), Dystonie (Bewegungsstörungen mit neurologischem Ursprung) und Wirkungsschwankungen.

Um diese Nebenwirkungen, die ebenfalls zu häufigen Begleiterscheinungen der Parkinsonschen Erkrankung gehören, zu negieren, wurden in der Vergangenheit schon diverse Versuchsreihen durchgeführt. Auf der Suche nach geeigneten pflanzlichen Mitteln, die als Begleitmedikation zu L-Dopa sowohl neuroprotektive Eigenschaften aufweisen als auch die Wirkung von L-Dopa über längere Zeit stabil halten, stießen indische Wissenschaftler auf Bockshornklee (Trigonelle foenum-graecum).

Die gewöhnlich als Gewürz verwendeten Samen der Pflanze vereinigen in sich zellschützende, oxidative und antiinflammatorischen Eigenschaften, die in der Behandlung der Parkinson-Krankheit von Wichtigkeit sind. Bereits in der Kupferzeit wurde im alten Ägypten und in der Medizin der frühen Babylonier auf die Wirksamkeit von Bockshornklee vertraut. Viele weiter Beispiele für die möglichen Anwendungen der Pflanze finden sich auf bockshornklee.info.

Bockshornklee hemmt Schädigung von dopaminerger Neuronen

Im Rahmen einer Doppelblindstudie aus dem Jahr 2013 nahmen insgesamt 50 Parkinson-Patienten im Alter zwischen 18 und 70 Jahren über einen Zeitraum von sechs Monaten zwei Mal täglich eine Kapsel mit 300 mg Bockshornklee oder aber eine Kapsel ohne aktiven Wirkstoff (Placebo) zusätzlich zu ihrer L-Dopa-Medikation ein. Wie für so eine Studie üblich erfolgte die Zuweisung zu den einzelnen Gruppen nach dem Zufallsprinzip

An Hand einer standardisierten Skala zur Erhebung Parkinson-spezifischer Symptome wurde bei den letztlich für die Analyse zur Verfügung stehenden 42 Patienten die zu beobachtenden Veränderungen hinsichtlich psychischer, motorischer und alltagsspezifischer Faktoren festgehalten. Des Weiteren wurde die Verträglichkeit des pflanzlichen Wirkstoffs erhoben.

Schlussendlich verbesserten sich in der Bockshornklee-Gruppe während der Laufzeit von sechs Monaten die für die Erkrankung typischen Symptome deutlich. Im Vergleich der Intensität lag die Gruppe mit Bockshornklee bei 0,098 Prozent während die Placebogruppe bei 13,36 Prozent lag. Fünf von 23 Patienten in der Bockshornklee-Gruppe konnten sogar ihren Status hinsichtlich des Stadiums der Erkrankung verbessern, während es in der Placebo-Gruppe nur einer von 19 Patienten war.

Grundlagenforschung bei Nagern

An der Studie beteiligt waren unter anderem Subhash. L. Bodhankar von der Bharati Vidyapeeth University und Dr. Prasad Thakurdesai. Beide hatten sich bereits wenige Monate vorher an einer Studie zur Erhaltung von Dopamin als Neurotransmitter beteiligt. Ein Mangel des „Glückshormon“ Dopamin gehört zu den üblichen Symptomen der Parkinson-Krankheit. Auch hier stand der Extrakt aus Bockshornkleesamen im Mittelpunkt der Forschung. SFSE-T, ein standardisierter hydro-alkoholischer Extrakt aus Samen der Trigonella fand dabei Anwendung. Die Studie wurde Ratten durchgeführt, die an der tierischen Version der Parkinson-Krankheit litten. Im Ergebnis der Studie konnten, dank der neuroprotektive Eigenschaften des Bockshornklees, sogar Verbesserungen der motorischen Symptome der Erkrankung erzielt werden.

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