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Erhöhte Blutwerte

Weiße Hai mit Schutzmechanismus gegen Quecksilber, Blei und Arsen

Im Rahmen einer Studie wurden Blutproben von 43 Weißen Haien entnommen. Trotz starker Schwermetallbelastungen waren die wildlebenden Haie kerngesund. Dies deutet daraufhin, dass ein physiologischen Schutzmechanismus die Hai vor den für andere Lebewesen giftigen Stoffen schützt.

Miami (U.S.A). Wissenschaftler der Universität Miami haben herausgefunden, dass Weiße Haie trotz stark erhöhter Mengen von Quecksilber, Blei und Arsen im Blut kerngesund sind. Aufgenommen werden die Schwermetalle von den Haien durch die verzehrten Fische, die zunehmend mit Schwermetallen belastet sind. Vor allem Quecksilber, das in seiner flüssigen Form noch relativ ungefährlich ist, wird als organische Quecksilberverbindung stark giftig.

Bei Menschen, die Meeresfische essen und so unteranderem organische Quecksilberverbindungen aufnehmen, kann es durch das Eindringen ins Gehirn zu gesundheitlichen Problemen kommen. Besonders bei schwangeren Frauen sind die Auswirkungen von hohen Schwermetallwerten im Blut kritisch, da sie auch auf die Föten übertragen werden.

Weiße Hai gefährdet

Die Population der Weißen Hai geht zunehmend zurück. Verantwortlich dafür sind neben der gezielten Jagd, Beifang und die Fischerei, die in den natürlichen Lebensraum der Hai eingreifen. Überraschenderweise scheinen Schwermetalle, die für fast alle anderen Lebewesen giftig sind, beim Weißen Hai keine gesundheitlichen Probleme zu verursachen.

Liza Merly, Erstautorin der im Fachmagazin ScienceDirect veröffentlichten Studie, schlussfolgert daraus, dass die "Ergebnisse darauf hinweisen, dass Hai einen physiologischen Schutzmechanismus entwickelt haben, der die Effekte von Schwermetallvergiftungen deutlich reduziert". Es handelt sich dabei aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Stoffwechselprozess, der in zukünftigen Studien noch näher untersucht werden soll.

Blutproben entnommen

Im Rahmen der Studie hat das Team des Shark Research & Conservation Program (SRC) der Universität Miami Blut von wildlebenden Haien entnommen. Der Weiße Hai wurde ausgewählt, da er an der Spitze der Nahrungskette steht und somit besonders hohen Schwermetallbelastungen ausgesetzt ist. Verantwortlich dafür ist die langsame Ausscheidung von einmal aufgenommen Schwermetallen, die dazu führt, dass diese sich im Körper von Fischen und anderen Meereslebewesen ansammeln. Raubfische, die kleinere Fische essen, nehmen somit die Schwermetalle auf. Die am Ende der Nahrungskette stehenden Weißen Hai haben somit eine Nahrungsquelle, die bereits stark belastet ist.

Insgesamt wurden 43 Weiße Hai zur Blutentnahme vor der Küste Südafrikas gefangen und nach der Entnahme unbeschadet wieder freigesetzt. Neil Hammerschlag, Professor an der Universität Miami und Direktor des SRC erklärt außerdem, dass die Studie zeigt, dass "große Mengen von Giftstoffen im Blut der Weißen Hai bedeuten, dass die von den Haien und auch von den Menschen gegessen Fisch ebenfalls stark belastet sind."

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