Abgesicherter Modus

Weltraumteleskop Hubble wegen Computerproblem außer Betrieb

Robert Klatt

Ein Computerproblem sorgt dafür, dass das Weltraumteleskop Hubble sich seit mehr als einer Woche im abgesicherten Modus befindet, also nicht korrekt arbeiten kann.

Washington D.C. (U.S.A.). Das Weltraumteleskop Hubble wurde gemeinsam von der NASA und der Europäischen Weltraumagentur (ESA) entwickelt. Seit seinem Start im April 1990 konnte Hubble die Astronomie mit spektakulären Bildern aus dem Weltraum revolutionieren. Dazu gehörten vor allem Aufnahmen von Planeten unseres Sonnensystems aber auch von Supernova-Explosionen, planetarischen Nebeln und fernen Galaxien, die der Forschung einen völlig neuen Blick auf das Universum eröffnet haben.

Laut einer Meldung der NASA vom 18. Juni 2021 ist das Teleskop nun seit einigen Tagen jedoch außer Betrieb. Verantwortlich dafür sind Probleme mit einem Computer, der die wissenschaftlichen Instrumente des Teleskops kontrolliert. Abgeschaltet wurde das Teleskop deshalb bereits am Sonntag, dem 13. Juni 2021. Ein versuchter Neustart am Montag, dem 14. Juni 2021 verlief nicht erfolgreich. Das Teleskop selbst und seine Instrumente sollen aber unbeschädigt sein, befinden sich jedoch in einem abgesicherten Modus, bis das Computerproblem behoben wurde.

Weitere Probleme von Hubble in der Vergangenheit

In der mehr als 30-jährigen Geschichte des Weltraumteleskops Hubble gab es noch weitere teils kritische Probleme. Bereits kurz nach dem Start wurde festgestellt, dass der Hauptspiegel nicht korrekt geschliffen war. Dies sorgt für unscharfe Bilder. Bei einer Space-Shuttle-Mission konnten Astronauten im Außeneinsatz dieses Problem 1993 durch eine Vorsatzlinse lösen. Außerdem kam es 2018 zum Ausfall des Kreiselstabilisators, was dafür sorgte, dass wochenlang nur wenige Funktionen des Teleskops nutzbar waren.

James Webb Weltraumteleskop löst Hubble ab

Ende 2021 soll das neue James Webb Weltraumteleskop Hubble ablösen. Geplant ist, dass das neue Weltraumteleskop eine Position in 1,5 Millionen Kilometer Entfernung zur Erde einnimmt. Es soll von dort besonders alte Regionen des Universums beobachten. Damit der gigantische, 6,5 Meter messende Hauptspiegel des Infrarotteleskops in eine Rakete passt, wurde ein komplexes Faltsystem entwickelt. Die Gesamtkosten des Teleskops liegen bei 8,8 Milliarden US-Dollar.

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