AEHF-Satelliten

US Space Force befördert Lockheed Martin-Satelliten ins All

von Dennis L.

Die United States Space Force haben ihren ersten Satelliten vom Rüstungs- und Technologiekonzerns Lockheed Martin in den Erdorbit befördert. Dieser soll im Ernstfall die weltweite sichere Kommunikation der US-Streitkräfte sicherstellen.

Bethesda (U.S.A.). US-Präsident Donald Trump hatte den Weltraum einst als „neuen Kriegsschauplatz, auf dem in Zukunft eine Menge passieren wird“ bezeichnet. In diesem Zuge hat der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika im Dezember 2019 die Space Force, die sechste eigenständige Armee der US-Streitkräfte gegründet.

Nun haben die neuen Weltraumstreitkräfte der USA ihren ersten Auftrag erfolgreich erledigt. Sie haben den letzten AEHF-Satelliten einer sechsteiligen Flotte erfolgreich in den Erdorbit geschossen. Die Obhut über die ersten fünf Satelliten, die bereits zwischen den Jahren 2010 und 2019 starteten, hatte bisher die US Air Force.

Eine Atlas-V-Rakete brachte den letzten Militärsatelliten am Donnerstag erfolgreich vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in den Erdorbit. Nachdem der Satellit seine Umlaufbahn erreicht hat, wird eine Fehlerdiagnose durchgeführt und das Netzwerk in Betrieb genommen.

Sichere Kommunikation selbst bei einem Atomkrieg

Die Satellitenflotte soll im Krisenfall die globale Kommunikation der US-Streitkräfte auf dem Planeten und in der Luft sicherstellen. Laut dem Hersteller Lockheed Martin kann selbst ein Atomkrieg die sichere Kommunikation nicht gefährden. AEHF steht für Advanced Extremely High Frequency System und bietet dem Militär den neusten Stand der Technik.

Die neue Satellitenflotte soll das vorhandene Milstar-System zunächst ergänzen und später schließlich ganz ersetzen. Wann dies der Fall sein wird, ist bisher aber noch nicht bekannt.

Internationale Kritik

Die Gründung und Operationen der US Space Force stehen international in der Kritik, da der Weltraumvertrag (offizielle Bezeichnung: Vertrag über die Grundsätze zur Regelung der Tätigkeiten von Staaten bei der Erforschung und Nutzung des Weltraums einschließlich des Mondes und anderer Himmelskörper), den auch die USA unterzeichnet haben, ein Wettrüsten im All eigentlich verhindert sollte. Nachdem nun aber das US-Militär im Weltraum Präsenz zeigt, werden andere Staaten wie Russland oder China nicht nur tatenlos zusehen.

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