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Parker Solar-Sonde

Erstes Foto aus dem Inneren der Sonnenatmosphäre

Es ist ein atemberaubendes Foto, dass die Parker Solar-Sonde der NASA zur Erde gefunkt hat. Es zeigt das bisher erste Bild aus dem Inneren der Sonnenatmosphäre.

Washington (U.S.A.). Die Parker Solar-Sonde der US-Raumfahrtbehörde NASA startete erfolgreich am 12. August 2018 um 07:31 UTC. Der Start wurde sogar via Livestream im Internet übertragen und von tausenden interessierten auf der ganzen Welt erfolgt. Zuvor musste der Starttermin jedoch aus unbekannten Gründen verschoben werden.

Die NASA will mit der Sonde die Korona unserer Sonne erforschen, die Struktur von Plasma und Magnetfeldern am Entstehungsort analysieren und den Mechanismus, der energiereiche Partikel beschleunigt und transportiert nachverfolgen. Dazu wird sich die Sonde der optischen Sonnenoberfläche bis auf 5,9 Millionen Kilometer nähern (der Sonnendurchmesser beträgt in etwa 1.391.000 Kilometer) und ist damit der Sonne so nah, wie kein bisher kein von Menschen geschaffenes Objekt im Universum.

Erste Foto vom Inneren der Korona

Bei dem nun von der NASA veröffentlichen Foto, welches die NASA im Zuge einer Pressekonferenz präsentierte, ist die Parker Solar-Sonde zwar noch rund 27 Millionen Kilometer von der scheinbaren Sonnenoberfläche entfernt, dennoch befindet sie sich bereits in der Korona. Auf dem übermittelten Bild ist eine sogenannte koronale Schleife (solares Material) sowie der Planet Jupiter zu sehen, der auf dem Foto als heller Punkt sichtbar ist. Die schwarzen Punkte sind laut den Wissenschaftlern das Resultat von Hintergrundkorrekturen, die beim Erstellen und Bearbeiten des Fotos entstanden sind.

Die Sonde hat bereits mehrere Rekorde gebrochen

So ist die Raumsonde Parker Solar nicht nur das Objekt, was der Sonne bisher am nächsten gekommen ist, es ist auch der schnellste von Menschen geschaffene Flugkörper, der sich durch den Weltraum bewegt.

Derzeit umkreist die 685 Kilogramm schwere Sonde die Sonne mit einer Geschwindigkeit von etwa 2.000 Kilometer pro Sekunde – der Geschwindigkeit, mit die Sonne rotiert. Nur so kann sie für eine gewisse Zeit über einem bestimmten Punkt der Sonne schweben. Allein dieses Manöver liefert den Wissenschaftlern wertvolle Daten, Welchen Einfluss die Sonnenrotation auf alle bisher gesammelten Daten (auch von anderen Missionen und Beobachtungen) auswirkt.

Geplant ist das Missionsende im Jahr 2025. Zuvor soll die Raumsonde jedoch noch am 24. Dezember 2024 den sonnennächsten Punkt erreichen und sich unserem Zentralgestirn bis auf 8,5 Sonnenradien bzw. bis auf vier Prozent des Erdbahnradius nähern.

1 Kommentar

Nikola Mühlfeld
Gänsehaut...
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