Robert Klatt
China hat bis 2040 den Bau eines fliegenden Flugzeugträgers mit 88 unbemannten Drohnen angekündigt. Die Drohnen sollen Hyperschallraketen im Weltraum abschießen können, die von herkömmlichen Radar- und Luftabwehrsystemen nicht bekämpft werden können.
Peking (China). Die Aviation Industry Corporation of China (AVIC), der staatliche Rüstungskonzern des Landes, hat bereits 2017 das Projekt Nantianmen (südliches Himmelstor) vorgestellt, ein großes Mutterschiff mit Hyperschallraketen und anderen Luft- und Raumfahrzeugen. Laut einem Bericht der Tageszeitung Chosun Ilbo, der sich auf den staatlichen chinesischen Fernsehsender CCTV bezieht, soll das Konzept bis 2040 in die Realität umgesetzt werden. Die Weltraumsuperwaffe aus China mit dem Namen Luaniao soll rund 120.000 Tonnen schwer, 242 Meter lang und 684 Meter breit sein und 88 unbemannte Luftfahrzeuge des Typs Xuan Nü transportieren.
Die Luftfahrzeuge Xuan Nü sind kleinere Drohnen, die mit Hyperschallraketen bestückt werden können. Sie eignen sich sowohl für Missionen im Erdorbit als auch im Luftraum der Erde. Der größte Vorteil des fliegenden Flugzeugträgers liegt darin, dass die Drohnen dank ihres Starts in höheren Höhen deutlich weniger Treibstoff bei ihrem Flug in den Weltraum verbrauchen als bei einem Start von der Erde. Sie können dadurch im Weltraum größere Distanzen absolvieren und werden dabei nicht von herkömmlichen Radar- und Luftabwehrsystemen entdeckt, mit denen normale Kampfflugzeuge bekämpft werden.
In einem Bericht der Tageszeitung Lianhe Zaobao bezeichnet der Militärexperte Wang Mingzhi das Projekt als zukunftsweisend und innovativ. Laut ihm ist es keine Frage, ob ein solches Projekt realisiert wird, sondern lediglich wann die dafür nötige Technik entwickelt wird. Das Waffensystem Luaniao könnte laut Mingzhi einen Paradigmenwechsel einläuten, weil bisher noch keine Nation über ein solches System im Weltraum verfügt.
Quellen:
Bericht der Tageszeitung Chosun Ilbo
Bericht der Tageszeitung Lianhe Zaobao
Video von CCTV