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Inschrift belegt

Pompeji ging später unter als bisher angenommen

Ein mit Kohle geschriebenes Graffito deutet darauf hin, dass der verheerende Ausbruch des Vesuvs erst im Oktober und nicht wie bisher angenommen im August des Jahres 79 n. Chr. stattgefunden hat.

(Italien). Wie Archäologen berichten, haben sie bei Ausgrabungen in Pompeji ein mit Kohle geschriebenes Graffito entdeckt, welches übersetzt das Datum des 17. Oktober trägt. In der Inschrift ist die Buchstabenfolge „Nov“ zu erkennen. In der römischen Version des alten Kalenderstils bedeutet dies: 16 Tage vor November. Also nach heutiger Umrechnung der 17. Oktober.

Die Experten gehen davon aus, da die Buchstaben mit Kohle und nicht mit einer haltbaren Farbe geschrieben wurden, dass die Inschrift aus dem Jahr des Ausbruchs stammen muss. Damals zerstörter der gewaltige Ausbruch des Vesuvs Pompeji, Herculaneum und andere Städte.

Zweifel am Ausbruch des Vesuvs im August

Bisher hielt man den 24. August 79 n. Chr. für das Datum, an dem der Vesuv ausbrach und tausende Menschen tötete. In einem Brief von Plinius dem Jüngeren (61 – 113 n. Chr.) berichtet dieser als Augenzeige über den Ausbruch des Vulkans, bei dem sein Onkel Plinius der Ältere (23 – 79) sein Leben verlor.

Jedoch tauchten bei archäologischen Ausgrabungen in Pompeji schnell Zweifel an dem Datum auf, denn es wurden immer wieder Reste von Granatäpfeln und Kastanien gefunden – die gewöhnlich erst im Herbst reifen. Ein Übersetzungsfehler der Abschrift des Briefes im Mittelalter könnte eine Ursache für ein falsches Datum sein.

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