HGB, LDL, PLT & Co.

Die Bedeutungen der Blutbild-Abkürzungen einfach erklärt

Auf dem Ergebnis einer Blutuntersuchung sind diverse Abkürzungen und Zahlen zu finden. Welche Bedeutung diese Kürzel und Werte jedoch im Einzelnen haben, ist vielen Menschen nicht ganz klar. Hier die Erklärung aller wichtigen Abkürzungen die sich im kleinen und großen Blutbild finden lassen sowie die aus medizinischer Sicht jeweils idealen Blutwerte für Frauen und für Männer.

Eine ärztliche Blutuntersuchung kann aus vielerlei Hinsicht sinnvoll sein. Sie hilft maßgeblich bei der Diagnose von Krankheiten und gibt zudem Aufschluss über den Zustand der Organe des Patienten. Für die Untersuchung ist natürlich eine Blutentnahme notwendig. Jedoch reicht bereits eine kleine Blutprobe (in etwa zwischen 2 ml und 50 ml) für die Erstellung eines Blutbildes aus. Das abgenommene Blut wird anschließend sicher verpackt und in ein Labor geschickt, wo es dann analysiert wird.

Eine solche Blutuntersuchung kann entweder vom Arzt angeordnet oder aber auch auf Wunsch des Patienten durchgeführt werden. Im letzten Fall muss der Patient die Kosten für die Blutuntersuchung selbst zahlen. Natürlich unterscheiden sich die Kosten für ein kleines und ein großes Blutbild. Zudem haben die Parameter, die im Blut bestimmt werden sollen, einen Einfluss auf die Gesamtkosten der Laboruntersuchung. Neben den Laborkosten für die Blutuntersuchung kommen noch die Arztkosten für die Auswertung und die Besprechung hinzu. Je nach Aufwand liegen die Kosten bei wenigen Euro bis hin zu mehreren hundert Euro. Es ist also auf jeden Fall sinnvoll, mit seinem Arzt im Vorfeld über die anfallenden Kosten zu sprechen und zu klären, ob und zu welchem Teilen sich die eigene Krankenversicherung am späteren Rechnungsbetrag beteiligt.

Was ist der Unterschied zwischen dem kleinen und dem großen Blutbild?

Um die Unterschiede zwischen dem kleinen und dem großen Blutbild zu erläutern, müssen wir zuerst den Begriff Blutbild erklären. Menschliches Blut besteht zu etwa 55 Prozent aus Flüssigkeit (Blutplasma) und zu etwa 45 Prozent aus festen Bestandteilen wie den roten und weißen Blutkörperchen (Blutzellen). Bei der Blutuntersuchung im Labor werden mithilfe einer Zentrifuge Blutplasma und Blutzellen voneinander getrennt. Aus dem Blutplasma können die sogenannten Serumwerte ermittelt werden, die Aufschluss über Fette, Mineralstoffe oder Vitamine geben. In der Regel wird jedoch von einem Blutbild gesprochen, wenn nicht das Blutplasma, sondern die Blutzellen im Labor untersucht werden.

Kleines Blutbild

Das kleine Blutbild sagt viel über die Zusammensetzung des Blutes aus. Primär wird hier auf die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) geschaut, die rund 95 Prozent der Blutzellen ausmachen. Die restlichen fünf Prozent setzen sich primär aus den weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und den Blutplättchen (Thrombozyten) zusammen. Mit Hilfe des kleinen Blutbildes wird zudem der Hämoglobin- (roter Blutfarbstoff) und der Hämakrit-Wert (einfach gesagt ist dies die Fließeigenschaft des Blutes) ermittelt.

Normalwerte für Frauen:

  • Rote Blutkörperchen (Erythrozyten): 4,0 – 5,4 Mio. /µl
  • Weiße Blutkörperchen (Leukozyten): 3.800 – 10.500/µl
  • Blutplättchen (Thrombozyten): 140.000 – 345.000/µl
  • Hb (Hämoglobin): 12 – 16 g/µl
  • HKT (Hämatokrit): 38 – 44 %

Normalwerte für Männer:

  • Rote Blutkörperchen (Erythrozyten): 4,3 – 5,6 Mio. /µl
  • Weiße Blutkörperchen (Leukozyten): 3.800 – 10.500/µl
  • Blutplättchen (Thrombozyten): 140.000 – 345.000/µl
  • Hb (Hämoglobin): 13 – 17 g/µl
  • HKT (Hämatokrit): 42 – 50 %

Großes Blutbild

Das große Blutbild wird in der Regel dann angefertigt, wenn im kleinen Blutbild auffällige Werte zu finden waren oder wenn ein konkreter Verdacht auf eine Erkrankung besteht. Neben den Werten aus dem kleinen Blutbild, kommen beim großen Blutbild noch weitere Werte hinzu. Diese werden auch Differenzialblutbild genannt, weil hierbei die Leukozyten differenzierter betrachtet werden. Da die weißen Blutkörperchen ein wesentlicher Bestandteil des Immunsystems sind und Blut und Gewebe vor Bakterien und Viren schützen, kann ein Arzt mithilfe des großen Blutbildes einen Verdacht bestätigen oder beispielsweise Allergien oder Rheuma diagnostizieren.

Beim großen Blutbild wird der Granulozyten-Wert bestimmt. Hierbei werden die Granulozyten zudem in Neutrophile, Eosinophile und Basophile unterteilt. Des Weiteren wird der Wert für die Monozyten und die Lymphozyten bestimmt.

Normalwerte für Frauen:

  • Stabkernige Neutrophile: 3 – 5 %
  • Segmentkernige Neutrophile: 54 – 62 %
  • Eosinophile: 1 – 4 %
  • Basophile: 0 – 1 %
  • Monozyten: 3 – 8 %
  • Lymphozyten: 25 – 45 %

Normalwerte für Männer:

  • Stabkernige Neutrophile: 3 – 5 %
  • Segmentkernige Neutrophile: 54 – 62 %
  • Eosinophile: 1 – 4 %
  • Basophile: 0 – 1 %
  • Monozyten: 3 – 8 %
  • Lymphozyten: 25 – 45 %

Entzündungswerte

Mit Hilfe einer Blutuntersuchung können auch Entzündungen nachgewiesen werden. Bei den Entzündungswerten spielen im Wesentlichen drei wichtige Werte eine große Rolle: Die Blutsenkungsgeschwindigkeit, das C-reaktive Protein (CRP) sowie die Anzahl der weißen Blutkörperchen.

Normalwerte für Frauen:

  • BSG (Blutsenkungsgeschwindigkeit): 6 – 10 mm nach einer Stunde
  • CRP (C-reaktive Protein): < 5 mg/l
  • Weiße Blutkörperchen (Leukozyten): 3.800 – 10.500/µl

Normalwerte für Männer:

  • BSG (Blutsenkungsgeschwindigkeit): 3 – 10 mm nach einer Stunde
  • CRP (C-reaktive Protein): unter 5 mg/l
  • Weiße Blutkörperchen (Leukozyten): 3.800 – 10.500/µl

Blutfettanalyse

Neben dem Differenzialblutbild und den Entzündungswerten kann eine Blutuntersuchung auf die Blutfett-Werte bestimmen. Mit Hilfe der sogenannten Blutfettanalyse kann das Risiko für Arteriosklerose und Stoffwechselstörungen bestimmt werden.

Normalwerte für Frauen:

  • Triglyzeride: < 150 mg/dl bzw. < 1,7 mmol/l
  • Cholesterin: < 200 mg/dl bzw. < 5,2 mmol/l
  • LDL (Low Density Lipoprotein): < 160 mg/dl bzw. < 4,1 mmol/l
  • HDL (High Density Lipoprotein): > 40 mg/l bzw. 1,0 mmol/l

Normalwerte für Männer:

  • Triglyzeride: < 150 mg/dl bzw. < 1,7 mmol/l
  • Cholesterin: < 200 mg/dl bzw. < 5,2 mmol/l
  • LDL (Low Density Lipoprotein): < 160 mg/dl bzw. < 4,1 mmol/l
  • HDL (High Density Lipoprotein): > 40 mg/l bzw. 1,0 mmol/l

Leberwerte

Auch die Leberwerte können mithilfe einer Blutuntersuchung bestimmt werden und tatsächlich gehören die Leberwerte zu den häufigsten im Labor analysierten Blutwerten. Die Leberwerte können dem Arzt Hinweise auf diverse Erkrankungen wie beispielsweise Gallensteine, Leberzirrhose, Fettleber oder Hepatitis liefern.

Normalwerte für Frauen:

  • GOT (Glutamat-Oxalacetat-Transaminase): < 35 U/l
  • GPT (Glutamat-Pyruvat-Transaminase): < 35 U/l
  • Gamma-GT (Gamma-Glutamyl-Transferase): < 40 U/l
  • AP (Alkalische Phosphatase): 35 – 105 U/l

Normalwerte für Männer:

  • GOT (Glutamat-Oxalacetat-Transaminase): < 50 U/l
  • GPT (Glutamat-Pyruvat-Transaminase): < 50 U/l
  • Gamma-GT (Gamma-Glutamyl-Transferase): < 60 U/l
  • AP (Alkalische Phosphatase): 40 – 130 U/l

Nierenwerte

Auch die Nierenwerte lassen sich anhand einer Blutanalyse bestimmen. Meist werden bei den Nierenwerten der Harnstoff, Kreatinin und Kreatinin-Clearance untersucht. Neben der Blutanalyse werden bei verdächtigen Werten zudem Harnanalysen vorgenommen.

Normalwerte für Frauen:

  • Harnstoff: 17 – 43 mg/dl
  • Kreatinin: 0,66 – 1,09 mg/dl
  • Kreatinin-Clearance (zwischen 25 und 50 Jahre): 70 – 110 ml/min

Normalwerte für Männer:

  • Harnstoff: 18 – 55 mg/dl
  • Kreatinin: 0,84 – 1,44 mg/dl
  • Kreatinin-Clearance (zwischen 25 und 50 Jahre): 95 – 140 ml/min

Schilddrüsenwerte

Auch die Schilddrüsenwerte können mithilfe einer Blutuntersuchung ermittelt werden. Hier ist besonders der sogenannte THS-Wert (Thyreoida-stimulierendes Hormon) interessant. Abweichungen vom Normalbereich können auf eine Schilddrüsenunter- oder Schilddrüsenüberfunktion hinweisen.

Normalwerte für Frauen:

  • TSH (Thyreoida-stimulierendes Hormon): 0,27 – 2,5 mU/l
  • T3 (Trijodthyronin): 2 – 4,4 pg/ml
  • T4 (L-Thyroxin): 8 – 18 pg/ml

Normalwerte für Männer:

  • TSH (Thyreoida-stimulierendes Hormon): 0,27 – 2,5 mU/l
  • T3 (Trijodthyronin): 2 – 4,4 pg/ml
  • T4 (L-Thyroxin): 8 – 18 pg/ml

Zu niedrige oder zu hohe Blutwerte

Ist ein Blutwert oder sind gar mehrere Blutwerte zu niedrig bzw. zu hoch, so ist dies kein Grund zur Panik. Blutwerte unterliegen Schwankungen – die auch mal außerhalb der Idealwerte liegen können. Jedoch können zu niedrige oder zu hohe Blutwerte auch ein Hinweis für eine Fehlfunktion des Körpers oder gar eine Erkrankung sein. Die Blutwerte sind immer als Teil eines größeren Ganzen zu verstehen. Daher macht eine Selbstdiagnose nur anhand der Werte des Blutbildes wenig Sinn. Lediglich ein Arzt und medizinisch ausgebildete Experten können die unterschiedlichen Werte richtig in Verbindung setzen und diese mit Symptomen abgleichen um letztendlich so eine vollständige Diagnose stellen.

Die eigenen Blutwerte verbessern

Nicht immer müssen bei schlechten Blutwerten gleich Medikamente zum Einsatz kommen. Um die eigenen Blutwerte zu verbessern, reicht oftmals bereits eine Umstellung der eigenen Lebensweise. Hierzu zählt vor allem der Verzicht auf Alkohol und Nikotin, aber auch eine gesunde Ernährung und leichte sportliche Betätigung. Diese Maßnahmen haben einen enormen Einfluss auf den Stoffwechsel und damit auch auf die Blutwerte.

Individueller Ernährungsplan von Metabolic Balance

Ohne externe Hilfe fällt vielen Menschen jedoch eine konsequente und vor allem richtige Ernährungsumstellung schwer. Daher raten selbst Mediziner dazu, sich einen individuellen Ernährungsplan anhand der eigenen Blutwerte erstellen zu lassen und bei Bedarf auch auf langfristige Unterstützung Dritter zurückzugreifen. Einer der weltweit führenden Anbieter für das Erstellen individueller Ernährungspläne anhand von Blutwerten ist Metabolic Balance. Das Stoffwechselprogramm von Metabolic Balance zielt durch eine höchstmögliche Individualisierung darauf ab, die Blutwerte langfristig zu verbessern, eine ganzheitliche Stoffwechselstärkung zu erzielen und so das Wohlbefinden und die Gesundheit zu verbessern. Durch einen persönlichen Betreuer in der Nähe, also einem Ansprechpartner, der bei Fragen oder Motivationsproblemen stets zur Seite steht, zeigt sich, dass erfahrungsgemäß mehr Menschen eine konsequente Ernährungsumstellung durchhalten als ohne fremde Unterstützung.

Die Wirksamkeit von Metabolic Balance wurde auch in einer unabhängigen Studie, die in Zusammenarbeit mit dem Hochrhein Institut Freiburg erstellt wurde, untersucht und die Ergebnisse im Fachmagazin Journal of Nutrition and Metabolism veröffentlicht. Demnach ist das Stoffwechselprogramm von Metabolic Balance äußerst wirksam bei der Verbesserung der Blutwerte, hilft aber auch nachweislich die gesundheitsbezogene Lebensqualität zu steigern.

Mediziner und Metabolic Balance sind sich jedoch auch einig, dass eine Verbesserung der eigenen Blutwerte nicht über Nacht geschehen kann. Erste Verbesserungen der Blutwerte lassen sich aber bei erfolgreicher Umstellung der Lebensweise (also Ernährung, Sport, Verzicht auf Alkohol und Nikotin) bereits nach wenigen Wochen messen.

Journal of Nutrition and Metabolism. doi: 10.1155/2010/197656

Spannend & Interessant
VGWortpixel