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Achtung – Lebensgefahr!

Die 10 gefährlichsten Inseln der Welt

Inseln, besonders wenn sie in tropischen Gewässern liegen, verbinden die meisten Menschen mit Entspannung und Urlaub, nicht jedoch mit tödlichen Gefahren. Dennoch gibt es sie: Inseln, die so gefährlich sind, dass man sie besser nicht betritt.

Auf unserem Planeten gibt es unzählige schöne Inseln. Jedoch kann die Idylle auch täuschen, wie diese Liste der zehn gefährlichsten Inseln der Welt eindrucksvoll zeigt. Von freigesetzten Milzbranderregern, radioaktiver Verstrahlung bis hin zu Schlangen, Gasen und äußerst aggressiven Ureinwohnern ist in dieser Top-Liste alles vertreten.

Die gefährlichsten Inseln der Welt verteilen sich über den gesamten Globus. Eine von ihnen gehört sogar zu Deutschland und liegt mitten in der Ostsee. Aber auch wenn die Gefahren auf den Inseln alle unterschiedlich sind, so haben sie dennoch eine Gemeinsamkeit: Man sollte sie auf keinen Fall betreten, denn dies kann unter Umständen tödlich enden.

Vorab eine Übersicht der gefährlichsten Inseln unseres Planeten, bevor wir im Anschluss ausführlich erklären, welche Gefahren Sie genau auf welcher Insel erwartet.

  1. Saba, Niederländische Antillen
  2. Danger Island, Malediven
  3. Ramree Island, Myanmar
  4. Gruinard Island, Schottland
  5. Farallon-Inseln, U.S.A.
  6. Bikini-Atoll, Marshallinseln
  7. Ilha da Queimada, Brasilien
  8. Miyake-jima, Japan
  9. North Sentinel Island, Indien
  10. Riems, Deutschland

Saba, Niederländische Antillen

Die Insel Saba gehört zu den niederländischen Antillen und liegt östlich zwischen der Dominikanischen Republik und Venezuela in der Karibik. Auch wenn die nur etwa 13 Quadratkilometer große Insel von rund 2.000 Menschen bewohnt ist, so darf man sich nicht von ihrer Gefährlichkeit täuschen lassen. Das unberechenbare Wetter macht die Insel zu einem sehr gefährlichen Ort, denn keine Landmasse der Welt wurde in den letzten 150 Jahren häufiger von Hurrikans getroffen als Saba.

Danger Island, Malediven

Kaum jemand vermutet, dass eine traumhafte tropische Insel südlich der Malediven bereits zahlreiche Menschen auf dem Gewissen hat. Jedoch lässt bereits der Name Danger Island ahnen, dass diese Insel mit Vorsicht zu genießen ist. Es ist fast unmöglich vor der Insel zu ankern. Wer es dennoch versucht, riskiert sein Leben. Dies ist auch der Grund, warum die 66 Hektar kleine Insel nie dauerhaft bewohnt war. Gerade die früheren Entdecker, aber auch zahlreiche Fischer und Segler, sind bei dem Versuch die Insel zu betreten gestorben.

Ramree Island, Myanmar

Die 1.350 Quadratkilometer große Insel Ramree vor Myanmar trägt den offiziellen Guinness-Weltrekord für die schwerste von Tieren verursachte Katastrophe aller Zeiten. Schuld an dem Guinness-Eintrag ist die Schlacht von Ramree, die im Januar und Februar 1945 während des zweiten Weltkrieges zwischen der britischen Armee und der japanischen Armee stattfand. Als die Japaner immer weiter zurückgedrängt wurden, zocken sie sich in die Sümpfe auf der Ostseite der Insel zurück. Knapp 400 Soldaten fielen dort den rund fünf Meter langen Leistenkrokodilen zum Opfer. Selbst als die Japaner die Insel besetzten, hatten sie schon Tote durch die Krokodile zu beklagen. Wie viele Menschen bisher insgesamt auf der ums Leben kamen, ist unklar. Heute befinden sich zwar immer noch zahlreiche Leistenkrokodilen auf Ramree, aber durch die Krokodiljagd ist der Bestand der Tiere drastisch gesunken.

Gruinard Island, Schottland

Gruinard Island ist nur fast zwei Quadratkilometer groß, dennoch war die Insel lange eines der gefährlichsten Orte auf der Welt und auch heute möchte niemand auf der Insel wohnen, obwohl Sie am 24. April 1990 wieder für bewohnbar erklärt wurde. Der Grund für ihre Gefährlichkeit sind Experimente mit dem Milzbranderreger im zweiten Weltkrieg. Irgendwann stellte man fest, dass Sporen des tödlichen Krankheitserregers in den Boden eingedrungen waren. Zwar wurde Gruinard Island im Jahr 1986 dekontaminiert, indem man die Vegetation mit Herbiziden vernichtete und insgesamt 280 Tonnen Formaldehyd in den Boden leitete, aber niemand der in der Nähe lebenden Menschen glaubt, dass die Milzbrand-Sporen wirklich alle vernichtet worden sind. So wird diese Insel wohl auch noch viele, viele weitere Jahre unbewohnt bleiben.

Farallon-Inseln, U.S.A.

Nur 43 Kilometer westlich der Golden Gate Bridge in den U.S.A. liegen die Farallon-Inseln. Trotz ihrer Nähe zu Großstadt San Franciscos, ist die Insel hoch radioaktiv verstrahlt. Grund dafür ist, dass man zwischen den Vierziger und Siebziger Jahren tonnenweise radioaktive Abfälle auf den Inseln entsorgt hat. Heute ist die genaue Lage der Nuklearabfälle, sowie dessen genauer Umfang und das von ihnen ausgehende Risiko immer noch unbekannt. Die Regierung behauptet, dass es ungefährlicher sei, die radioaktiven Abfälle einfach auf der Insel zu lassen, anstatt sie sicher abzutransportieren. So werden auch die Farallon-Inseln noch sehr, sehr lange zu den gefährlichsten Inseln der Welt gehören.

Bikini-Atoll, Marshallinseln

Bikini-Atoll, dass klingt doch schon nach einem Traumurlaub mit weißen Sandstränden, türkisen Wasser, Sonne und Palmen. Wäre es heute bestimmt auch, wenn die U.S.A. nicht zwischen den Jahren 1946 und 1958 insgesamt 67 Atombomben auf dem traumhaften Bikini-Atoll gezündet hätten. Im Zuge diverser Kernwaffentests haben die Amerikaner nicht nur das traumhafte Inselparadies verstrahlt, sondern zudem noch 242 Schiffe und 156 Flugzeuge für Versuche vor der Küste versenkt. Zwar wurde die Insel im Jahr 1997 wieder für sicher erklärt, aber wer möchte schon freiwillig ein Fuß auf den Boden setzen, wo vor rund 60 Jahren zahlreiche Atombomben explodiert sind? Wäre dies nicht schon gefährlich genug, so kommt hinzu, dass die Hai-Population in der Nähe des Atolls nahezu explodiert ist, da in diesen Gewässern Jahrzehnte niemand mehr gefischt hat.

Ilha da Queimada, Brasilien

Die brasilianische Insel Ilha da Queimada ist in der Liste der gefährlichsten Inseln der Welt wirklich einzigartig. Obwohl Ilha da Queimada die Insel ist, die dem brasilianischen Festland am nächsten ist, zählt sie mit zu den gefährlichsten Orten auf der Welt. Die etwa 43 Hektar große Insel ist übersäht mit Giftschlangen. Das Betreten der Insel ist streng verboten und selbst das Fischen ist in einem Umkreis von einem Kilometer um die Insel herum untersagt. Wissenschaftler schätzen, dass auf Ilha da Queimada auf jedem Quadratmeter eine Giftschlange lebt – das macht bei ihrer Größe von nur 60 Fußballfeldern rund 430.00 Schlangen. Hinzu kommt, dass es sich nicht um irgendwelche Schlangen handelt, sondern um die Goldene Lanzenotter, einer der giftigsten Schlangen dieser Erde.

Miyake-jima, Japan

Auf der kleinen Vulkaninsel Miyake-jima, die südlich von Japan liegt, leben rund 3.800 Menschen. Dennoch ist der Vulkan auf der Insel extrem aktiv und seit dem Jahr 2000 tritt aus dem Boden ständig giftiges Schwefeldioxid aus. Messungen ergaben, dass täglich bis zu 80.000 Tonnen des giftigen Gases austraten. Als sich der Wert reduzierte, kehrten die zuvor evakuierten Bewohner in ihre Heimat zurück. Jetzt tragen sie fast kontinuierlich Gasmasken um sich vor dem Schwefeldioxid zu schützen. Vor einigen Jahren kam es zudem zu ersten kleineren explosiven Eruptionen im Bereich der Caldera, was einen baldigen Ausbruch des Vulkans vermuten lässt. Definitiv ein sehr gefährlicher Ort!

North Sentinel Island, Indien

Über das 75 Quadratkilometer große North Sentinel Island ist nur wenig bekannt. Auf ihr leben die Sentinelesen, ein kleiner Stamm Eingeborener, dessen Zahl auf 39 Menschen geschätzt wird – aber wirklich genaue Zahlen kennt niemand. Die Inselbewohner sind äußerst aggressiv und zahlreiche Kontaktversuche haben mit dem Tod für die Besucher geendet. Selbst Fischer die der Insel zu nahe kamen, werden von den Seninelesen als Eindringlinge angesehen und ermordet. Auch Drohnen und kleine Flugzeuge, denen wir die einzigen detaillierten Bilder der Insel und ihren Bewohnern zu verdanken haben, wurden sofort mit Pfeilen beschossen. Seit dem Jahr 1996 ist das Betreten der Insel streng verboten.

Riems, Deutschland

Tatsächlich befindet sich auch eine deutsche Insel in der Top-10 der gefährlichsten Inseln der Welt. Es handelt sich dabei um die Insel Riems in der Ostsee, welche die älteste virologische Forschungsstätte der Welt beherbergt. Diese wurde im Jahr 1910 von Friedrich Loeffler, einem Schüler von Robert Koch, gegründet. Bis in die 90er Jahre war die Insel noch für die Öffentlichkeit zugänglich, heute herrscht auf der Insel permanent Sicherheitsstufe 4 und sie ist durch hohe Mauern und Stacheldraht geschützt. Die Viren, die auf Riems lagern und untersucht werden, könnten Millionen Tiere und Menschen töten, ganze Epidemien und Seuchen verursachen. Heute erforscht man auf der wirklich äußerst gefährlichen Insel fast ausschließlich Tierseuchen wie BSE, Maul- und Klauenseuche, Schweinepest und Zoonosen sowie Sars, Ebola oder das Krim-Kongo-Hämorrhagische Fieber.

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