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Strahlungsrekord

Stärkste UV-Strahlung aller Zeiten in Bolivien gemessen

Eine für den Menschen gefährliche und gesundheitsschädigende Einwirkung aus der Erdatmosphäre ist die UV-Strahlung. Jetzt wurde der Bericht eines Forscherteams aus den USA und Deutschland veröffentlicht: In den bolivianischen Anden wurde der stärkste UV-Strahlungswert aller Zeiten gemessen.

Vulkan Licancabur (Bolivien). Ein Team aus deutschen und amerikanischen Forschern registrierte im Jahr 2003 den höchsten Wert an UV-Strahlung, der jemals auf der Erdoberfläche gemessen wurde. Der Wert beziffert sich auf 43,3 der UV-Strahlen-Skala. Der bisherige Spitzenwert, gemessen auf Hawaii betrug lediglich 24. Das Forscherteam wollte eigentlich die Umweltbedingungen ähnlich denen auf dem Mars erforschen. Dafür errichteten sie in der Grenzregion zwischen Bolivien und Chile auf dem inaktiven rund 5.900 Meter hohen Vulkan Licancabur eine Messstation ein, eine Zweite auf dem nahegelegenen Bergsee Laguna Blanca in 4.340 Meter Höhe.

Verkettung von klimatischen und astronomischen Ereignissen

Zu diesem Rekordergebnis führten verschiedene Faktoren. Zum einen die klimatischen Bedingungen in diesem Zeitraum in den Anden, wie Tageszeit und die damit verbundene Sonnenstellung und die dünne Höhenluft. Weiterhin die Umstände, die zu der UV-Strahlen-Durchlässigkeit in der Ozonschicht zählen. Im vorherigen Monat November wurde die bisher stärkste Sonneneruption beobachtet. Die von der Sonne ausgestrahlten Partikel konnten die Ozonschicht so schwächen, dass die UV-Strahlung mit diesem Rekordwert von 43 registriert wurde.

Bereits ein sehr niedriger UV-Strahlenwert birgt Gesundheitsrisiken

Zu den Geowissenschaftlern am Vulkan Licancabur gehörten die Forscher Nathalie Cabrol vom SETI-Institut der NASA und der deutsche Wissenschaftler Uwe Feistner vom Meteorologischen Beobachtungszentrum in Lindenberg. Der UV-Index beschreibt bereits bei einem Wert von 4-5 ein gesundheitliches Risiko bei einer Verweildauer zwischen einer halben und Dreiviertelstunde. Ein Wert von 11 gilt bereits als sehr gefährlich. Die Rückschlüsse auf die Messung in den Anden sind auch insofern bedeutsam, weil sich im Forschungsgebiet auch bewohnte Gegenden befinden, anders wie in der Antarktis und dem dortigen Ozonloch. Die gesundheitlichen Risiken für die Menschen sind also enorm hoch.

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