Positiver Trend

Ozonloch über der Antarktis schließt sich wieder

D. Lenz

Bereits vor einigen Monaten haben Wissenschaftler festgestellt, dass sich das Ozonloch über der Antarktis schließt. Neue Studien belegen, dass sich dieser positive Trend weiter fortsetzt. Bereits zur Mitte des Jahrhunderts könnte sich das Ozonloch sich soweit regeneriert haben, dass es den Stand der 1980er Jahre aufweist.

Oberpfaffenhofen (Deutschland). Aus dem aktuellen Bericht der World Meteorological Organization (WMO), an dem auch Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mitgewirkt haben, geht hervor, dass sich das Ozonloch über der Antarktis weiter schließt. So verringert sich nicht nur die Größe des Ozonlochs in der Stratosphäre (in 10 bis 50 Kilometer Höhe), sondern auch die gemessenen Ozonwerte verbessern sich weiterhin. "Dies ist ein deutlicher Hinweis auf die Erholung der Ozonschicht insgesamt", so Professor Dr. Martin Dameris vom DLR-Institut für Physik der Atmosphäre.

Grundlage für diesen positiven Trend ist die Berechnung durch das sogenannte Klima-Chemie-Modell. Um die Aussagekraft der Ergebnisse dieser Ozon-Vorausberechnung zu testen, haben Forscher des DLR-Institut für Physik der Atmosphäre Ozonwerte aus dem Jahr 1960 genommen und diese für die Zukunft berechnet. Die erhaltenen Ergebnisse für die letzten 52 Jahre wurden anschließend mit realen Beobachtungen und Messwerten verglichen. Aufgrund der Korrektheit des Klima-Chemie-Modells kamen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass sich das Ozonloch bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts wieder komplett regeneriert haben wird.

Um für Simulationsberechnungen verlässliche Daten zu bekommen, greifen die Wissenschaftler auf unterschiedliche Messstationen, verteilt auf der ganzen Erde, zurück. Dennoch sind die Messwerte, welche sie direkt aus der Antarktis bekommen, derzeit die Wichtigsten. So werden seit den 1980iger Jahren, zu Beginn des antarktischen Frühlings, regelmäßig verschiedene Ozonwerte aufgezeichnet, analysiert und verarbeitet.

Durch den massiven Ausstoß von FCK (Fluorchlorkohlenwasserstoff), welches die Ozonschicht sehr aggressiv und über Jahrzenhte hinweg angreift, wurde das riesige Ozonloch über der Antarktis verursacht. Seit dem fast flächendeckenden Verbot von FCKW in der Mitter der 1990iger Jahre ist ein positiver Trend zur Schließung des Ozonlochs zu beobachten.

Da die Ozonproduktion von verschiedenen meteorologischen Faktoren abhängig ist, verringert sich das Ozonloch nicht von Jahr zu Jahr. Aber auch wenn in einigen Jahren kaum ein Rückgang des Loches in der Ozonschicht zu beobachten war, ist der Trend insgesamt positiv, so die Forscher.

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