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So groß wie New York

Klimawandel lässt Gletscher in der Antarktis abbrechen

Klimawandel lässt Gletscher in der Antarktis abbrechen

Die voranschreitende Eisschmelze in der Antarktis hat in den vergangenen Monaten einen riesigen Riss durch Pine Island hervorgebracht. Hochrechnungen der NASA zeigen, dass der Riss in bereits zwei Monaten zu einem gewaltigen Abbruch eines Gletschers führen wird.

Pine Island (Antarktis). Schon seit Jahren beobachtet die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA die voranschreitende Eisschmelze der Antarktis mit der Hilfe moderner Satelliten. So konnten sie bereits vor einigen Monaten einen größeren Riss beobachten, welcher sich durch Pine Island zieht. Die neusten Bilder der NASA sind jedoch dramatisch: Der tiefe Riss ist schon über 31 Kilometer lang und vergrößert sich rasant.

Aktuelle Hochrechnungen der NASA-Wissenschaftler sagen vorher, dass der Riss in spätestens zwei Monaten dazu führen wird, dass sich ein riesiges Gletscherstück vom übrigen Eis lösen und auf das Meer treiben wird. Eigentlich ist dieses kein ungewöhnliches Ereignis, denn fast täglich brechen Stücke der Jahrtausenden alten Eisschicht ab und stürzen in Meer. Diese Stücke treiben dann als Eisberge im Ozean, bis sie schließlich schmelzen. Größere Stücke schaffen es sogar bis zum Äquator, wie schon von vielen Seefahrern berichtet wurde. Dieser abbrechende Gletscher ist allerdings etwas anderes. Er ist in etwa so groß wie New York und könnte durch seine Größe die Schifffahrt beeinträchtigen.

Unter dem Missionsnamen IceBridge observiert die NASA den Riss schon seit vielen Monaten. Erstmals wurde der Riss im Februar 2012 entdeckt. Auf den aktuellen Bildern aus dem Monat Oktober ist zu sehen, mit welchem Tempo sich der Riss ausbreitet.

Bisher schlägt die NASA kein Alarm, aber sie wird den Riss weiter beobachten. Das sich der Riss von alleine wieder schließen wird, sei unwahrscheinlich, so die Experten der NASA. Wir müssen damit rechnen, dass wir ein großes Stück der Antarktis für immer verlieren werden.

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