China und Russland blockieren

Keine Meeresschutzzone in der Antarktis

D. Lenz

Die Bemühungen um eine Schutzzone im Südpolarmeer waren vergebens: China und Russland blockierten das dringend notwenige Vorhaben.

(Antarktis). Die internationalen Bemühungen um die Errichtung einer Meeresschutzzone des südlichen Polarmeeres in der nördlichen Antarktis haben einen derben Rückschlag erlitten. Bei einer Zusammenkunft auf der australischen Insel Tasmanien scheiterte die Idee, eine 1,8 Millionen Quadratkilometer großen Schutzzone in der Antarktis zu errichten.

So wurde das Vorhaben vor allem durch China und Russland blockiert – aber auch Norwegen war mit der Errichtung eines Schutzgebietes nicht einverstanden.

Vorschlag kam von der EU

Jedes Jahr berät sich eine internationale Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis (CCAMLR), die aus mehr als zwei Dutzend Staaten besteht. Die Kommission ist unter anderem für das Regelungen der Fischerei aber auch für die Ausweisung von Schutzgebieten zuständig. Der Vorschlag des neuen Schutzgebietes, das immerhin fünf Mal so groß wie Deutschland ist, kam von der EU.

In dem betroffenen Gebiet leben mehr als 300.000 Kaiserpinguine, aber auch Antarktische Seebären, seltene Vögel, Blauwale und Seeelefanten. Das Gebiet blieb bisher größtenteils nur von der Fischerei verschont, da es die meiste Zeit des Jahres großflächig von Eis bedeckt ist.

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