Zur mobilen Website wechseln?

Gute Ökobilanz

Bauen mit Holz ist besser für das Klima

Holz als Baumaterial für Häuser kommt immer mehr in Mode. Kein Wunder, denn es bietet viele praktische Vorteile, ist günstiger als andere Baustoffe und besser für das Klima.

Frankenberg/Eder (Deutschland). Mit dem typischen Bild eines Holzhauses haben moderne Holzhäuser nichts mehr gemeinsam – außer den nachwachsenden Baustoff. In den letzten Jahren hat sich technologisch so viel getan, dass moderne Holzhäuser kaum noch als solche erkennbar sind. So steht beispielsweise mitten in Berlin ein 25 Meter hohes, siebengeschossiges und in Bad Aibling ein achtgeschossiges Holzhaus. Diese beiden modernen Gebäude zählen zu den größten Holzhäusern in Deutschland (Stand 04/2019). Noch größere Häuser aus Holz sind in Amsterdam, London und Wien geplant und schon bald wird die Bauhöhe von 80 Metern überschritten werden.

Nachdem Holz nach und nach von den Baustoffen Ziegel, Eisen, Stahl, Beton und später sogar von Aluminium und Kunststoffen verdrängt wurde, galt der natürliche Baustoff lange Zeit als rückständig. Doch seit einiger Zeit wird das Bauen mit Holz wieder beliebter. Dies liegt nicht nur daran, dass technologische Entwicklungen, wie beispielsweise die Anreicherung mit Metallen, die das Holz stabiler machen, sondern auch am günstigen Preis und der guten Ökobilanz.

Forscher modifizieren die Eigenschaften von Holz

Nachdem es US-amerikanischen Wissenschaftlern bereits gelungen ist, transparentes Holz herzustellen, haben Forscher der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) bei Zürich Buchenholz so modifiziert, dass es ein idealer Werkstoff für mehrgeschossige Holzkonstruktionen ist. Dazu haben die Forscher Eisenoxidpartikel in den Zellen von Buchenholz eingelagert, was die Bildung von Rissen bei Temperaturschwankungen unterbindet. Aus diesem Grund war Buche bisher auch kein geeignetes Bauholz, obwohl es extrem hart ist.

Holz als Baumaterial schont das Klima

In Sachen Ökobilanz sind Holzhäuser kaum zu schlagen. Im Vergleich zu herkömmlichen Baustoffen fallen bei einem Kubikmeter Holz etwa 8 bis 30 kW/h an. Bei Beton sind es zwischen 150 und 200 kW/h, für Stahlbauten 500 bis 600 kW/h und für Vollziegel sogar rund 1.100 kW/h. Der Bausektor in der Europäischen Union verschlingt derzeit rund 40 Prozent des Energiebedarfs – dies zeigt wie wichtig es für den Klimaschutz ist, CO2 beim Bau von Gebäuden einzusparen.

Klaus Richter von der Technischen Universität München verweist zudem darauf, „dass der Effekt der stofflichen Substitution durch Holz im Durchschnitt der Jahre 2005 bis 2009 zu Vermeidung von fossilen Treibhausgasemissionen von 56,7 Millionen Tonnen CO2 beigetragen hat“.

Holzhäuser auf dem Vormarsch

Ob Fertighäuser oder moderne Hochhäuser, der Trend geht in vielen Ländern zum Holzhaus. Vorreiter sind dabei vor allem Kanada, Norwegen und Schweden, aber auch die USA, die Schweiz, Österreich und auch Deutschland bauen immer mehr innovative Holzgebäude.

Das auch das Eigenheim aus Holz immer größerer Beliebtheit erfreut, liegt an vielen Faktoren. Der bereits erwähnte günstigere Preis und die gute Ökobilanz für das Klima sind jedoch nur zwei der Vorteile. Holzhäuser besitzen ein sehr angenehmes Wohnklima und äußerst gute Dämmwerte.

0 Kommentare

Schreib uns deine Meinung
Diese Seite ist geschützt durch reCAPTCHA und es gelten folgende Datenschutzerklärung und Nutzungsbedingungen von Google.