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Wassermangel in Städten

Auf der Welt wird das trinkbare Wasser knapp

Bereits ein Drittel der Weltbevölkerung leidet derzeit unter Mangel an Trinkwasser. Experten schätzen, dass sich der weltweite Wasserbedarf bis zum Jahr 2050 verdoppelt wird und das zukünftig auch wohlhabenden Länder unter Wassermangel leiden werden.

(Niederlande). Sauberes Trinkwasser ist heute bereits an vielen Regionen der Erde knapp. Frank Rijsberman, vom Internationalen Wassermanagement-Institut in den Niederlanden, geht davon aus, dass sich der weltweite Bedarf an Trinkwasser weiter steigen wird und sich bis zum Jahr 2050 verdoppeln wird. Weitere Organisationen warnen zudem, dass von dem Wassermangel auch wohlhabende Länder, wie beispielsweise Deutschland, betroffen sein werden.

Eine Auswertung des Instituts ergab, dass sich der Wasserverbrauch in den letzten 100 Jahren versechsfacht hat. Laut einer neusten Studie, die das Forschungsinstitut veröffentlichte, leben etwa zwei Milliarden Menschen in Regionen, in denen Wasser entweder sehr knapp oder der pro Kopf Verbrauch viel zu hoch ist. In diesen Regionen sind zudem stark sinkende Grundwasserspiegel und austrocknende Flüsse zu beobachten.

Am stärksten ist die Wasserknappheit in Asien zu spüren. Schnell wachsende Lebensstandards in China und Indien führen zu einer höheren Nachfrage an qualitativ hochwertigeren Lebensmitteln, was sich wiederum direkt im Wasserverbrauch niederschlägt, so Rijsberman. Ein weiteres Beispiel ist Ägypten. Hier werden bereits die Hälfte aller Lebensmittel importiert, weil es für eine ausreichende Bewässerung an Wasser fehlt. Wie stark die Nachfrage nach sauberen Trinkwasser ist, lässt sich auch am zentralasiatischen Aralsee zeigen. Der ehemals viertgrößte Binnensee der Erde, der damals eine Wasseroberfläche von etwa 68.000 Quadratkilometern besaß, steht heute kurz vor dem Austrocknen.

Die Umweltschutzorganisation World Wildlife Fund (WWF) warnt auch wohlhabende Industrieländer, dass der exzessiver Wasserverbrauch, die Umweltverschmutzungen und der Klimawandel zukünftig zu Dürren an den Atlantikküsten zunehmen werden. Im Mittelmeerraum ist derzeit die Wasserverschwendung durch den Tourismus ein großes Problem, unter dem die Landwirtschaft schon heute leidet. In Osteuropa ist es nicht die Verschwendung von Wasser, sondern die Verschmutzung, die zu einer baldigen Wasserknappheit führe, so Jamie Pittock vom WWF.

In den kommenden 20 Jahren wird Wasser das vorherrschende soziale und politische Thema sein, mit der sich die Welt auseinandersetzen muss, so Rijsberman. "Die Menschen und ihre Regierungen stehen vor schwierigen Entscheidungen, wie das Wasser verteilt und verwaltet werden soll." Dabei ist das Einsparen von Wasser und der nachhaltige Umgang mit dieser Ressource sehr einfach. Jeder private Haushalt kann mit technischen Mitteln, wie beispielsweise einem Hauswasserwerk, welches wertvolles Trinkwasser einsparen kann, oder einem bewussteren Umgang, beispielsweise durch das Abschalten des Wassers unter der Dusche beim einseifen, täglich viele Liter Trinkwasser einsparen. Auf alle Haushalte gerechnet werden so an nur einem Tag viele Millionen Liter eingespart.

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